Bitterfeld/Magdeburg (mus). Für vier Spieler des Volleyball-Regionalligisten USC Magdeburg stellte der diesjährige Tag der Arbeit ein besonderes Datum dar. Michael Frost, Chris Beyer, Frank Nahrstedt und Marko Schulz bestritten ihr letztes Spiel für die "Erste" des USC. Aus unterschiedlichen Gründen werden sie in der nächsten Saison nicht mehr auf dem Parkett stehen. Deshalb wollten sich insbesondere diese vier mit dem Gewinn des Landespokals verabschieden. Aber auch die anderen Spieler waren heiß auf den Titel.

Davor musste aber in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels der Gastgeber VC Bitterfeld-Wolfen bezwungen werden. Der Landesmeister 2010 wurde im Endspiel 2009 nur knapp mit 3:2 geschlagen. Deshalb wussten alle, dass dieses Spiel harte Arbeit werden würde, zumal Trainer Hendrik Oelze nicht teilnehmen konnte. Aber Johannes Krafczyk vertrat ihn gut.

Im ersten Satz begann der USC sehr druckvoll und konnte sich schnell absetzen. Durch einen Durchhänger in der Mitte des Durchgangs brachte man den Gastgeber zurück ins Spiel. Dieser nutzte die sich bietende Chance und erarbeitete sich beim 24:21 drei Satzbälle. Diese wurden durch die Magdeburger abgewehrt und der erste Durchgang ging mit 30:28 an die Landeshauptstädter. Im zweiten Satz bot sich den knapp 100 Zuschauern ein ähnliches Bild. Die Bitterfelder führten bis zum Ende des Abschnitts, doch die Gäste behielten die Nerven und gewannen mit 25:23. Im dritten Satz nahm sich der USC eine Auszeit. Man schaltete deutlich zurück. Bitterfeld reduzierte die Eigenfehler, konnte den Durchgang dominieren und mit 25:16 gewinnen. Zum Glück konnten die Magdeburger in der Satzpause den verlorenen Faden wiederfinden und den vierten Satz mit 25:21 gewinnen.

Nach dem Spiel waren sich eigentlich alle darüber einig, dass die cleverere Mannschaft verdient gewonnen hat. Bitterfeld verlor in den entscheidenden Phasen zu oft die Nerven, ließ sich von Schiedsrichterentscheidungen aus dem Rhythmus bringen und machte unnötige Fehler. Die Magdeburger agierten abgeklärter und ruhiger. Das war letztlich der Unterschied.

Mit diesem Titel machten die USC-Volleyballer den Hattrick perfekt und konnten den Landespokal abermals in die Landeshauptstadt holen. Dies wurde anschließend gebührend gefeiert. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Damenendspiels, in dem sich Schönebeck mit 3:1 gegen Staßfurt durchsetzte, feierte man an der Campus-Halle nicht nur den Pokal, sondern auch den Abschied der vier Spieler. Hier wurde es dann auch recht emotional, als sich Trainer Hendrik Oelze per Video-Botschaft von den Leistungsträgern verabschiedete.