Altstadt. Auch in der Saison 2009/2010 konnten die Frauen des USC Magdeburg die vorher gesteckten Ziele in der 2. Basketball-Regionalliga Ost nicht erreichen. Die Mannschaft blieb erheblich hinter den Erwartungen zurück.

Nicht, weil das Team die spielerische Klasse nicht hatte. Es war der Tatsache geschuldet, das die Mannschaft dem leidgeprüften Trainer Henrik Petzold weder im Training noch in vielen Spielen zur Verfügung stand. So trat der USC oft nur mit fünf oder sechs Spielerinnen zu Auswärtsfahrten an.

Die Spielerinnen fehlten nur selten aus Verletzungsgründen. Meist waren berufliche und persönliche Gründe ausschlaggebend. So fehlten Annika Pollack und Julia Piofczyk auf Grund von beruflichen Verpflichtungen. Aufbauspielerin Nora Gerecke absolvierte während der Hinrunde ein Auslandssemester und Topscorer Elisa Röhrmann fiel die letzten Saisonspiele verletzt aus.

So fand sich der USC nach zehn Siegen und sechs Niederlangen noch auf dem vierten Tabellenplatz (26 Pkt., 1151:912 Körbe) wieder. Den Mannschaften Berlin Süd (64:87, 62:66), Zehlendorf (42:66, 52:65) und Berlin Baskets (71:81, 59:60) musste der Vortritt gelassen werden. Den Gegnern aus Bernau, von AdW Berlin, TuS Lichterfelde, Berlin 2000 und Greifswald nahm der USC beide Spiele ab.

Das könnte jedoch alles "Schnee von gestern" sein, denn es steht eine Neuordnung der Regionalliga, zwei Staffeln mit je zwölf Mannschaften sind im Gespräch, an. Der Rest steigt in die Oberliga des jeweiligen Landesverbandes ab. Längere Auswärtsfahrten und häufigere Spiele stünden somit auf dem Programm. Ein weiterer Knackpunkt wird das vorhandene Spielerpotenzial sein, denn so verlassen aus beruflichen und privaten Gründen viele Spielerinnen den Verein bzw. stehen nicht mehr ganzzeitig zur Verfügung.

Bereits die vergangene Saison war mit den vielen Doppeleinsätzen in der Oberliga und Regionalliga für alle mehr als stressig. So musste auch die Oberliga oft auf verlässliche Kräfte wie Jacqueline Resch, Ulrike Scholz, Tanja Jurkul und Nena Henck zugunsten der Regionalliga verzichten. Die Oberliga-Mannschaft um Trainerin Elisa Röhrmann kam jedoch noch auf Platz fünf ein und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun.

Zurück zur Regionalliga: Viele der knappen Spielausgänge hätten durch eine diszipliniertere Spielweise verhindert werden können. Das erhoffte Zusammenspiel von Pollack und Elisa Kämpfe kam zu selten zu Stande. Zudem spielte Aufbauspielerin Stöhr sehr wechselhaft. Die erste Hälfte der Saison war sie auf sich alleine gestellt und musste sich oft alleine mühen beim Ballvortrag.

Das Zusammenspiel mit der zurückgekehrten Gerecke erwies sich zuletzt als gute Option. U. Scholz verdiente sich durch gute Trainingseinstellung und einem aggressiven Zug zum Korb einen Stammplatz in der Anfangsgarde.

Topscorer Röhrmann (23,5 Punkte/ Spiel) spielte stark in der Defense, erzielte ihre Punkte oft aus Drei-Punkte-Würfen (32) und versenkte viele Bälle durch eine immense Laufbereitschaft. Den jungen Akteuren Resch, Jurkul und Scholz ist letztendlich ein großes Lob auszusprechen: Sie absolvierten in beiden USC-Teams fast alle Spiele. Ein Muster an Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft.