Magdeburg. Er ist noch 18 und zählt zu den Hoffnungsträgern beim 1. FC Magdeburg. A-Junior Daniel Ujazdowski kam schon zu drei Einsätzen in der Männer-Regionalliga und ist der Torjäger der U 19 des Clubs in der NOFV-Regional-liga der A-Junioren.

Zwar ging der gebürtige Stendaler, der schon mit U-19-Auswahlkeeper Franco Flückiger vor Jahren gemeinsam für Lok Stendal in einer Mannschaft kickte, beim 2:0 gegen Dynamo Dresden leer aus, doch sollte es wirklich mit dem avisierten Bundesligaaufstieg der Magdeburger A-Junioren klappen, hat der schlaksige Angreifer einen großen Anteil am Erfolg.

Dabei verlief der bisherige Weg des torhungrigen Angreifers alles andere als gradlinig. Als C-Jugendlicher von Lok Stendal zum 1. FCM gewechselt, verbrachte er manch einsame Wochenenden im Internat der Sportschule, während die anderen zu ihren Eltern in die Heimatorte fuhren. Erst als Familie Seguin sich in Stendal des Talentes annahmen (Ujazdowski: "Wolfgang Seguin ist wie ein Ziehvater für mich, ihm habe ich viel zu verdanken") ging es für den Sohn eines Polen und einer Bulgarin wieder bergauf.

"Paule" Seguin sorgte auch dafür, dass "Ziehsohn" Ujazdowski vor knapp drei Jahren zu Hertha BSC wechselte, nachdem Scouts ihn bei einem Turnier beobachtet hatten. "Das waren zwei schöne Jahre dort", erzählt der Torjäger, der sich allerdings nicht an der Spree durchsetzen konnte und im vergangenen September zurück zum Club kam.

Hier will er sich bei Martin Hoffmann ("Ein guter Trainer mit viel Sarkasmus und Ironie") und in der Regionalliga ("Ich hatte es mir bei den Männern schlimmer vorgestellt") durchsetzen. Ob er weiter beim FCM bleibt, ließ Ujazdowski offen: "Noch ist nichts entschieden ..."