Magdeburg. Am 27. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, sind fast alle Magdeburger Mannschaften in der Fremde unterwegs. Lediglich Germania Olvenstedt und die zweite Mannschaft des MSV 90 Preussen haben Heimspiele. Während Olvenstedt heute Abend ab 18.30 Uhr den PSV empfängt, wird das "Spiel des Tages" am Samstag um 13 Uhr an der Bodestraße angepfiffen. Die restlichen Samstag-Begegnungen beginnen um 15 Uhr.

Der Kampf gegen den Abstieg hat sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Nur das Schlusslicht Polizei-SV steht derzeit als Absteiger fest. Auch die Germania aus Olvenstedt muss noch zittern. Im Duell gegen die "Polizisten" am heutigen Freitag muss der Gastgeber auf Kohrmann (5. gelbe Karte) sowie die Langzeitverletzten Gasch, Hoheisel, Knobbe und Schmidt verzichten. Die Einsätze von Bode und Schröter sind ebenfalls fraglich. Dennoch soll gegen das Schlusslicht ein Sieg her. Auf Seiten der Gäste stehen hinter den Einsätzen von Paschke und M. Bastian Fragezeichen. Murwaski und Karg sind angeschlagen. Dennoch möchte Trainer Christoffer Beneke mindestens einen Punkt aus Olvenstedt mitnehmen.

Um nicht ebenfalls in die Abstiegsregion zu rutschen, ist für den MSV 90 Preussen II (10.) am Samstag ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Germania Wulferstedt (15.) Pflicht. Dementsprechend motiviert geht Preussen II-Coach Andreas Sonnenberg in die Partie: "Das Spiel gegen Wulferstedt hat für uns Endspielcharakter. Wir wollen die drei Punkte an der Bodestraße behalten." Dafür stehen Sonnenberg die zuletzt verhinderten Dennis Meier und Thomas Reichel wieder zur Verfügung. Hennig Hoffmann ist dagegen privat verhindert. Und auch Keeper Morten Dobberahn wird arbeitsbedingt nicht im Kader stehen können. "Ansonsten haben wir jedoch alle Leute an Deck und werden erneut Anschlusskader aus der Verbandsliga-Mannschaft aufbieten können."

Einen ebenso großen Schritt in Richtung Klassenerhalt kann der SV Arminia (8.) machen, wenn beim Gastspiel in Seehausen dreifach gepunktet wird. Die Platzherren haben derzeit 32 Punkte auf dem Konto und könnten mit einem eigenen Sieg zu den Buckauern aufschließen. Um dies zu verhindern und den Konkurrenten auf Abstand zu halten, muss jedoch auch in der Fremde zumindest gepunktet werden. Kein leichtes Unterfangen für die Mannschaft von Trainer Frank Cebulla.

Während der TuS 1860 Neustadt kaum noch in Abstiegsnot geraten sollte, muss der MSV Börde II nach dem Punktabzug (Volksstimme berichtete) wieder zittern. Mit einem Sieg beim SV Altenweddingen könnten die Neustädter bereits den Klassenerhalt feiern. Die ungleich schwerere Aufgabe erwartet hingegen die Börde-Kicker, die beim Tabellenzweiten Eintracht Gommern antreten müssen. Die Gastgeber haben den Platz an der Sonne noch nicht aus den Augen verloren, standen sich zuletzt aber beispielsweise bei der 3:5-Niederlage in Wulferstedt selbst im Weg. Eine Chance für die Stadtfelder, auch im Hinblick auf eine Entscheidung im Kampf um den Aufstieg.

Der SV Fortuna könnte mit einem eigenen Sieg in Klein Wanzleben (7.) und einer gleichzeitigen Niederlage der Gommeraner den Aufstieg fast schon perfekt machen. Die Eintracht hofft jedoch noch auf einen Punktzuspruch aus dem ausgefallenen Zerbst-Spiel. Ein Urteil des Verbandsgerichtes in dieser Sache wird demnächst erwartet.

Am Pfingstmontag wird bei Germania Olvenstedt eine Partie vom 19. Spieltag nachgeholt. Gegen Klein Wanzleben gilt es, weiter Punkte zu erspielen, um sich aus der Abstiegszone zu befreien.