Magdeburg. Dass Sportler einmal das Metier wechseln, ist nichts neues. Rennfahrer Michael Schumacher spielt gern Fußball, der frühere Tennis-Star Boris Becker pokert neuerdings. Hier haben wir die Geschichte eines jungen Kickers des TuS 1860 Neustadt, der mittlerweile seine Liebe für den Zelluloidball beim Tischtennis entdeckte.

Friedrich Littinski spielt Fußball bei den " Neustadttigern ". Er hat vor ein paar Wochen das freie Tischtennistraining des Barleber TTV besucht – wahrscheinlich war er noch inspiriert vom Tischtennisturnier anlässlich der Weihnachtsfeier. Die Barleber " Tischtennisprofis " fragten ihn, ob er nicht Lust hätte, an dem gerade stattfindenden Sichtungsturnier teilzunehmen. Friedrich ließ sich nicht lange bitten. Und er bestätigte die These, dass derjenige, der eine Ballsportart richtig erlernt und dauerhaft betreibt, sich jede andere Ballsportart im Expresstempo aneignen und diese dann gut ausführen kann. An jenem Abend wurde Friedrich insgesamt Zweiter und in seiner Altersklasse Erster. Damit war er qualifiziert für den Kreisausscheid in Oschersleben.

Die Vorrunde des ca. 60 Teilnehmer starken Feldes hat Friedrich ohne große Mühen als Gruppenzweiter überstanden. Die Runde der letzten 32 war kein Problem, im Achtelfinale brauchte Friedrich mehr als einen Satz, um sich den Gegner zurechtzuspielen. Im Viertelfinale hatte Friedrich einen etwa gleichstarken Gegner, der ihm alles abverlangte. Den ersten Satz hat er erst in der Verlängerung mit 12 : 14 verloren und im zweiten geriet er schnell mit vier Punkten in Rückstand, den er dann nicht mehr aufholen konnte.

Damit war er ausgeschieden. Das war deshalb ein klein wenig bitter, da sich die Sieger der Viertelfinalspiele am kommenden Sonntag für den Landesentscheid in Haldensleben qualifizierten. Das hätte schon richtig gut gepasst - denn das Spiel von Friedrichs D IIMannschaft der " Neustadttiger " gegen den SV Fortuna war passender Weise auf den Samstag vorverlegt worden.