Während der Frühling so langsam Einzug hält und überall seine Spuren hinterlässt, neigt sich die Handballsaison 2009 / 10 mit großen Schritten dem Ende entgegen. Doch bevor es für die Zweitligadamen des HSC 2000 in die wohlverdiente Sommerpause geht, wird es heute Abend ab 19 Uhr in der Barleber Mittellandhalle noch einmal spannend. Im letzten Saisonspiel gastiert mit dem TV Oyten der punktgleiche Tabellennachbar in der Börde.

Magdeburg. Es liegt eine durchwachsene Saison hinter dem HSC, an deren Ende mit dem Klassenerhalt zwar das Minimalziel erreicht, jedoch auf der Strecke dahin der eine oder andere Punkt leichtfertig vergeben wurde.

Nach einem deutlichen Umbruch vor Beginn der Spielzeit 2009 / 10 und der damit verbundenen Verjüngungskur ging es für die Sieben von Trainer Grzegorz Subocz als eines der jüngsten Teams der zweiten Liga in den Kampf um den Klassenverbleib, wobei man mit Beatrice Vogel, Anne Hubinger oder Torfrau Anne Hofmeister zwar über talentierte Nachwuchsspielerinnen verfügte, diesen aber die nötige Erfahrung im Ligaalltag fehlte. Und so brauchten die Elbestädterinnen auch bis Mitte der Hinserie, um sich in allen Mannschaftsteilen zu fangen und eine gewisse Konstanz in ihre Leistung zu bekommen.

Als Resultat daraus konnte der HSC bis zum Jahresende 2009 eine Reihe von Erfolgen einfahren, die man der jungen Mannschaft so vorher sicher nicht zugetraut hätte. Dabei war neben einer stark auftrumpfenden Hubinger vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit der Schlüssel zum Erfolg, der hin und wieder auch schmerzvolle Ausfälle kompensieren konnte.

Gegen den TV Oyten wird heute Abend genau so eine geschlossene Teamleistung noch einmal vonnöten sein, um die Gäste aus dem Verdener Land in heimischer Halle bezwingen zu können. Bereits im Hinspiel war eine kompromisslose Deckungsreihe sowie eine hervorragende Chancenauswertung der Garant zum 30 : 28-Erfolg, den es nun zu wiederholen gilt.

Dabei dürften die Elbestädterinnen natürlich ein besonderes Augenmerk auf Jacqueline Reinhold werfen, die mit derzeit 216 Treffern unangefochten die Liga-Torjägerliste anführt und heute ihr vorläufig letztes Spiel für den TVO bestreiten wird.

Doch neben einer guten Deckung dürfte es bei den Magdeburgerinnen erneut auf die Chancenverwertung ankommen. Diese verhinderte bereits beim Gastspiel in Berlin ein besseres Resultat und ist wohl in diesem Jahr die Achillesverse der Sachsen-Anhalterinnen.

Glücklicherweise kann Subocz komplett aus dem Vollen schöpfen, wobei lediglich hinter Rechtsaußen Veronika Bange noch ein Fragezeichen steht, da sie derzeit Knieprobleme plagen. Ob der HSC diesen Umstand für sich nutzen kann, wird sich ab 19 Uhr in der Mittellandhalle Barleben zeigen.