Alle fünf Magdeburger Mannschaften erreichten das Finale des 20. Nachwuchs-Handballturniers um den " Balaton-Cup " im ungarischen Veszprem. Turniersieger wurden die männliche Jugend B und C des SC Magdeburg sowie die weibliche Jugend A des HSC 2000.

( hja ). Einen wahren Härtetest absolvierte die A-Jugend des SC Magdeburg über Ostern. Nachdem die Mannschaft der Trainer Harry Jahns und Ingo Friedl beim Roockie–Cup in Berlin sehr erfolgreich war, ging es beim Balaton-Cup weiter. In den Vorrundenspielen hielten sich die Elbestädter gegen die HSG Würm Mitte ( 19 : 5 ), die Nationalmannschaft Montenegros ( 15 : 11 ), den TV Grossbottwar ( 28 : 4 ) und Vas SE ( 21 : 7 ) schadlos. Dann folgten gegen die beiden Mannschaften des Gastgebers MKB Veszprem Siege mit 24 : 7 bzw. 14 : 10.

Im Endspiel gegen Montenegro waren es dann die Abwehrreihen und Torhüter, die überzeugen konnten. Im Angriff ließen die SCM-Jungen einige Chancen aus. So mussten die Magdeburger in der 16. Minute einen 2 : 6-Rückstand hinnehmen. Christoph Märtner eröffnete dann die Aufholjagd. Nun dominierten die Grün-Roten klar und kamen durch Benjamin Meschke und Matthias Wolff zum 8 : 8-Ausgleich. Im anschließenden Siebenmeterwerfen konnten die sehr stark spielenden Felix Storbeck ( bester Torhüter des Turniers ) und Nick Weber den glücklichen Sieg der Nationalmannschaft Montenegros nicht verhindern.

SCM : Weber, Storbeck – Gerlich 7, Musche 30 / 12, Märtner 13 / 3, Weber 18 / 6, Gräfe 4, Schmidt 7, Drude 11, Doller 10, Meschke 14, Danowski 4, Wolff 9, Brand 3 / 3.

Männliche Jugend B

( lbe ). Nach Platz zwei im Vorjahr konnte die B-Jugend des SC Magdeburg den " Bock " umstoßen und mit einer überzeugenden Vorstellung im Finale vor gut 2 000 Zuschauern gegen Gastgeber MKB Veszprem mit 13 : 8 ( 5 : 5 ) den Sieg beim Balaton-Cup erringen. Welche Leistungsfähigkeit die Ungarn besaßen, zeigten sie eindrucksvoll im Halbfinale, als sie Vorjahressieger Celje ( Slowenien ) mit einer harten und kompromisslosen Deckungsarbeit souverän mit 12 : 8 aus dem Rennen warfen.

Im Finale dominierten beide Abwehrreihen. Verlief das Spiel bis zur Pause noch ausgeglichen ( 5 : 5 ), ließ der 6 : 0-Abwehrriegel nur noch drei Gegentreffer zu. Die Angriffsaktionen des SCM liefen flüssig, so dass sich die Elbestädter Tor um Tor absetzten. Am Ende wurde mit 13 : 8 gewonnen.

Nach der Rückkehr ins Hotel ließen es sich die Spieler dann nicht nehmen, ihren Trainer Lars Becker " als Dank " bei Regen und 7 Grad Außentemperatur in voller Montur in den Balaton zu werfen.

Vorrunde : SCM – Hannover Anderten I 23 : 14 ; – HK Kassa Kosice 19 : 13 ; – Ferencvaros Budapest 19 : 12 ; – JSG Siedelbrunn 20 : 5. Viertelfinale : SCM – Hannover Anderten II 18 : 6. Halbfinale : SCM – VfL Potsdam 17 : 12.

SCM : Ambrosius, Busk – N. Kretschmer, Tiede, Schulz, Steinecker, Jahnke, Ossenkopp, Rühl, Koch, Wiederer, Ackermann, Kaffenberger, Krechel, F. Kretschmer, Glabisch.

Männliche Jugend C

( mus ). Durch einen 22 : 13-Finalsieg über MKB Alsoörs sicherte sich die C-Jugend des SC Magdeburg den Balaton-Cup 2010.

In der Vorrunde setzten sich die Schützlinge des Trainergespanns Doering / Friedl gegen Spessart Odenwald ( 24 : 11 ), Ferencvaros Budapest ( 22 : 14 ), HK Kassa Kosice ( 25 : 15 ) und HT Göppingen ( 24 : 14 ) jeweils klar durch.

In den Halbfinalspielen gab es dann zwei Dreier-Gruppen. Die beiden ersten jeder Gruppe erreichen das Endspiel. Nach einer 14 : 2-Pausenführung wurde zunächst MKB Veszprem mit 30 : 9 bezwungen. Gegen die zweite Vertretung von Celje Pivoarna Lasko gab es einen 23 : 14-Sieg und den Finaleinzug.

Im Endspiel gegen den ungarischen Vertreter Alsoörs stand die Deckung unter der Regie von Nicholas Stiebler sehr sicher. Vincent Sohmann brachte mit seinen Toren eine schnelle 4 : 1-Führung. Am Ende siegten die SCM-Jungen mit 22 : 13 Toren verdient. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte besonders Vincent Sohmann heraus. Er wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

SCM : Stemmler 1, Marek – Saul 24, Stiebler 27, Sohmann 22, Wosnitza 15, Burmester 10, Meyer 8, Schulze 8, Ruhland 8, Weiß 9, Michael 3, Blässing 14, Knorr 6, Mühlberg 2, Herda 3, Zimmermann 2.

Weibliche Jugend A

( jae ). Im Finale setzte sich der HSC 2000 gegen den bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien Alcoa FKC ( Ungarn ) mit 17 : 16 durch. Und es war ein von beiden Seiten sehr intensiv geführtes Spiel, wobei Alcoa mehr durch Einzelaktionen glänzte und die Stadtfelderinnen mehr mit gut vorgetragenen Angriffen. In der spannenden zweiten Halbzeit übernahmen Anne Hubinger und Kreisspielerin Nora Hübner, die als beste Spielerin geehrt wurde, Verantwortung. Zuvor hatten sich die Aebi-Schützlinge gegen Barabas KC ( 16 : 12 ), SZESE Györ ( 14 : 17 ), Dauerrivale TV Grossbottwar ( 13 : 12 und 18 : 7 ) sowie Ujbuda KC ( 22 : 19 ) durchgesetzt.

HSC 2000 : Langenhan – Sellaoui 12, Fliess 6, Franke 14, Garz 4, Vogel 16, Hubinger 20, Brademann 4, Kracht 10, Hübner 14.

Weibliche Jugend B

( ckr ). Nachdem die weibliche Jugend B des HSC 2000 in den letzten beiden Jahren jeweils als strahlender Sieger das Parkett verließ, mussten sich die Jahn-Schützlinge bei der 20. Auflage des Turniers den Slovenen von ZRK Celjske im Finale nach einem 10 : 10 im folgenden Siebenmeterwerfen geschlagen geben und verpassten hauchdünn den Titelhattrick.

In den Gruppenspielen gab es für die jungen Bandits Siege gegen Postas SE ( 21 : 7 ), Dunaferr ( 22 : 15 ) und die JSG Untermain ( 16 : 15 ) sowie ein Remis gegen ZRK Cejske. Konnten die Elbestädterinnen um Jugendnationalspielerin Cara Hartstock gegen den Nachwuchs der Rhein-Main-Bienen noch einen knappen Sieg landen, reichte es gegen Cejske nur zum Remis. In der Zwischenrunde wurde die HSG Würm-Mitte 35 : 9 bezwungen, gegen den Handballkreis Wuppertal reichte ein 18 : 18 zum Finaleinzug. Hier zeigten sich die Slowenen vom Siebenmeterpunkt knapp überlegen.

HSC 2000 : Becker, Bormann – Meissner, Kerwin, Degen, Kumpf, Hartstock, Heimburg, Lüter, Gey, Els, Kasch, Priebe.