Wolfen / Magdeburg. Am 28. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Sachsen Anhalt trennten sich der FC Grün-Weiß Wolfen und der MSV 90 Preussen 1 : 1 ( 1 : 1 ) unentschieden. Dan Lochmann ( 10. Minute ) brachte die Hausherren früh in Führung, Alexander Siemke ( 30. ) erzielte noch vor der Pause das Tor für die Magdeburger.

Es war, besonders im zweiten Abschnitt, ein temposcharfes, kampfbetontes Spiel, das keinen Stillstand hatte und Spannung pur für die Zuschauer im Wolfener Jahnstadion bot. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, einziges Manko war die schlechte Chancenverwertung der Teams.

" Wenn man so viele Großchancen auslässt, muss man mit dem einen Punkt leben ", resümierte Preussen-Trainer Dirk Hannemann nach dem Spiel. " In der ersten Hälfte haben wir, trotz der ersten Chance, lange gebraucht, um in das Spiel zu finden. Nach der Pause waren wir, bis zum Platzverweis von Sebastian Boßmann, das bessere Team. "

Die von Hannemann angesprochene erste Chance hatte Röhl in der zweiten Minute. Nach Göres-Freistoß wuchtete der junge Stürmer das Leder aus kurzer Distanz über das Tor. Lochmann, der Goalgetter der Wolfener, war kurze Zeit später wesentlich effektiver, als er nach einem Freistoß von Gohla den Ball aus Nahdistanz über die Linie beförderte.

In der Folgezeit hatten die Preussen viele Probleme im Mittelfeld, oft stimmte die Zuordnung nicht oder wurden in der Vorwärtsbewegung unnötige Fehlpässe gespielt. So musste ein Standard für den Ausgleich sorgen. Spezialist Siemke überwand Hahn im Wolfener Tor aus gut 20 Metern Entfernung in altbekannter Manier zum 1 : 1 ( 30. ).

Das Spiel hatte jetzt richtig begonnen. Es entwickelte sich über die Halbzeitpause hinweg ein offener Schlagabtausch, der die Zuschauer in der alten Filmstadt begeisterte. Die Torhüter standen im Fokus des Geschehens, immer wieder mussten sie " Riesen " auf beiden Seiten entschärfen. Schwierig wurde es für die Landeshauptstädter in den letzten zehn Minuten, da sie nach einer fragwürdigen Gelb-Roten Karte gegen Boßmann, in Unterzahl weiterspielen mussten.

Da beide Mannschaften es weiterhin nicht schafften, ihre Großchancen in Tore umzumünzen, blieb es beim letztendlich gerechten Remis in einem spannenden Verbandsliga-Krimi.