Sudenburg ( smu ). Als Schiedsrichter Marcel Rönicke aus Dessau-Roßlau am vergangenen Freitagabend das Fußball-Verbandsligaspiel zwischen dem MSV 90 Preussen und dem 1. FC Lok Stendal im altehrwürdigen Heinrich-Germer-Stadion abpfiff, stand auf der Anzeigetafel mit 5 : 0 ein Ergebnis, welches nur wenige der zahlreichen Zuschauer, unter denen sich auch DFB-Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer befand, vor der Partie auf dem Zettel zu stehen hatten ( Volksstimme berichtete ). Mit Lok Stendal reiste immerhin ein vermeintlicher Aufstiegskandidat nach Magdeburg an, der von der Papierform die Favoritenrolle für sich beanspruchte !

Dass dieses Spiel so eindeutig in der Hand der Preussen war, lag in erster Linie daran, dass die Sudenburger konsequent die von ihrem Trainer Dirk Hannemann vorgegebene Taktik umsetzten. Räume wurden eng gemacht, der ballführende Gegner energisch attackiert und besonders in der zweiten Hälfte wurden, die sich ergebenen Konterchancen, blitzsauber in Tore umgemünzt. " Macht jetzt endlich hinten dicht ! Vier Tore sind ja wohl genug !", rief Wolfgang Sandhowe, der Trainer der Altmärker, nach dem Treffer zum 4 : 0 von Alexander Siemke recht aufgebracht auf das Spielfeld.

" Das war heute ein sehr gutes Spiel von uns. ", beschrieb Nils Oliver Göres, der Torschütze zum 1 : 0, die erlebten 90 Minuten. " Hinten haben wir sicher gestanden, da ist nichts angebrannt und vorn haben wir die Buden gemacht. Allerdings zeigte Stendal sicherlich nicht die Leistung, zu der sie fähig sind. ", so Göres, dessen Tor sein dritter Saisontreffer war, weiter.

Die restlichen Treffer erzielten Nils Kauffmann und Shamal Meran, die jeweils ihre ersten Tore für die Preussen erzielten, sowie Steve Röhl und Alexander Siemke die jetzt beide je zehn Saisontore auf ihrem Konto verbuchen können.

In der Vorbereitung auf das nächste Punktspiel-Wochenende, an dem die Preussen zunächst am kommenden Freitag um 18. 30 Uhr im Germer-Stadion gegen den Naumburger SV und dann zwei Tage später am Sonntag um 14 Uhr auf einem der Nebenplätze der MDCC-Arena gegen den Spitzenreiter 1. FC Magdeburg II antreten müssen, werden Hannemann neben dem noch länger verletztem Aldo Schmeil auch Niels Karlowsky und Marcel Scheinhardt fehlen, die beide an Fuß- bzw. Knieverletzungen laborieren. Dafür steht gegen die Naumburger dann wieder Sebastian Bossmann zur Verfügung der gegen die altmärkische Lok seine Gelb-Rote Karte aus dem Wolfen-Spiel absitzen musste.