Stadtfeld. Am drittletzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga erwarten die Frauen des HSC 2000 Magdeburg am morgigen Sonntag, Anwurf ist um 16 Uhr, den Tabellennachbarn HSG Stemmer / Friedewalde in der Mittellandhalle Barleben. Eine Partie, die es in sich hat, treffen hier doch die zwei direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz der Abstiegsrunde aufeinander, so dass bereits vor dem Anpfiff mächtig Brisanz im Spiel ist.

Doch während die Gäste aus Minden vor Wochenfrist mit einem Erfolgserlebnis gegen den PSV Recklinghausen aufwarten konnten, war die Vorbereitung beim HSC mit einer Niederlage in Wismar alles andere als optimal.

Auch wenn die Elbestädterinnen im Jahr 2010 noch immer ohne Heimerfolg sind, soll es am Wochenende endlich mit dem doppelten Punktgewinn klappen. Die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz sind im Grunde zu einem Sieg verdammt, will man nach dieser Saison noch immer zum elitären Kreis der Bundesligisten zählen und nicht noch in die Relegation um den Abstieg rutschen. Diesen Platz nehmen derzeit die Gäste aus Minden ein, die vor Wochenfrist gegen den abstiegswilligen PSV Recklinghausen punkten konnte und somit punktemäßig zu den Elbestädterinnen aufgeschlossen haben.

Kein Wunder, dass der Druck für das zweitjüngste Team der Liga derzeit besonders hoch ist und der HSC so mit dem Rücken zur Wand steht. Eine ähnliche Situation bot sich der Subocz-Sieben jedoch bereits in der Hinserie, als man nach vier Niederlagen in Folge ebenfalls drohte, in die Abstiegszone abzurutschen. Damals erkämpften sich die Sachsen-Anhaltinerinnen einen verdienten 26 : 24 Erfolg eben bei jener HSG Stemmer / Friedewalde und starteten danach eine furiose Siegesserie.

Nun wollen die Elbestädterinnen den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen und somit Kraft und Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben in Berlin und zu Hause gegen Oyten sammeln. Dass das Spiel gegen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen kein Selbstläufer wird, dürfte beim HSC jedem klar sein. Dennoch will man sich nicht mit einer möglichen Niederlage befassen. " Die Frauen haben sich unter der Woche noch einmal zusammengesetzt und sich ausgesprochen. Ich bin mir sicher, dass sie sich am Sonntag zerreißen werden, um gegen Stemmer punkten zu können. Denn Absteigen will bei uns keiner ", so ein optimistischer Team-Manager Karl-Heinz Tornow vor dem Vergleich mit den Westfalen.

Und noch eine positive Nachricht konnte Trainer Subocz in dieser Woche vernehmen. So meldete sich Torfrau Pauline Radke bereits zu Wochenbeginn wieder fit und steht ihrem Team in den verbleibenden drei Spielen uneingeschränkt zur Verfügung. Somit kann Subocz erneut auf den kompletten Kader zurückgreifen und seine stärkste Sieben aufbieten.

Nun gilt es lediglich, die taktische Marschroute des Trainers auch voll umzusetzen. Davon zeigt sich Subocz zumindest vor dem Spiel absolut überzeugt : " Meine Mannschaft hat wahnsinnig viel Potential, konnte das aber in den letzten Wochen kaum über 60 Minuten abrufen. Jetzt müssen wir auch mal an uns glauben, dann werden wir auch erfolgreich sein. "