Eine schwere Aufgabe erwartet die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg heute im Auswärtsspiel bei der TSG Wismar. Nach dem desolaten Auftritt im Landesderby vor Wochenfrist gegen Halle-Neustadt ( 20 : 24 ) sind die Subocz-Schützlinge quasi zum Siegen verdammt, wollen sie nicht länger um den Klassenerhalt zittern müssen.

Magdeburg. Dabei dürften die Elbestädterinnen bereits vor dem Spiel hoch motiviert sein, immerhin wurde ihnen der Punktgewinn aus dem Hinspiel nachträglich am Grünen Tisch aberkannt, so dass nun im Rückspiel Wiedergutmachung betrieben werden soll. Eigentlich schien es beim HSC 2000 endlich aufwärts zu gehen. Mit einer knappen Niederlage beim Tabellenprimus Rosengarten und einem Sieg in Recklinghausen wollten die Elbestädterinnen ihre ansteigenden Form vor Wochenfrist auch gegen Union Halle-Neustadt nachweisen. Doch mit einer äußerst desolaten Leistung war gegen die Wildcats aus Halle nichts zu holen, so dass die Subocz-Schützlinge vor der heutigen Partie in Wismar nun erneut mit dem Rücken zur Wand stehen.

Die Hoffnung liegt im Auswärtsspiel, denn scheinbar haben die Bandits einen Heimkomplex und können zu Hause einfach nicht gewinnen. Dass dies in Wismar nicht viel einfacher wird, dürfte den Magdeburgerinnen jedoch auch bewusst sein, denn immerhin hat die TSG die mit Abstand meisten Zuschauer bei Heimspielen zu verzeichnen und steht nach drei Heimniederlagen in Folge ebenso unter Zugzwang.

Erschwerend kommt für Subocz hinzu, dass er in jedem Fall auf Torfrau Pauline Radke verzichten muss, die sich unter der Woche einem Eingriff am lädierten Rücken unterzogen hat. Mit Rückenproblemen hatte auch Kristin Schüler unter der Woche zu kämpfen, so dass ihr Einsatz wohl nur unter Schmerzen möglich sein wird. Ein dickes Fragezeichen steht noch hinter Steffi Wysinski, die seit Wochen mit Problemen im Ellbogen der Wurfhand kämpft.

Die HSC-Abwehr muss von Beginn an hellwach sein und besonders auf Franca Kühne achten, die mit 120 Treffern unter den Top Fünf der Torschützinnen rangiert und auch im Hinspiel mächtig Betrieb gemacht hat. Hier muss die Abwehrreihe der Elbestädterinnen ihrem Ruf als beste Defensive der Liga gerecht werden. In der Offensive wird es darauf ankommen, ob die HSC-Frauen ihre mangelnde Chancenverwertung vom vergangenen Wochenende abstellen können. Vom ausgegebenen Ziel, zwei Punkte zu holen, will Bandits-Trainer Grzegorz Subocz trotz der drohenden Ausfälle keineswegs abweichen. Vielleicht kommt den Magdeburgerinnen entgegen, dass Gastgeber Wismar am Wochenende zweimal gefordert ist und am Sonntag noch daheim gegen Greven spielen muss.