Zerbst. Bei der seit Jahren daheim ungeschlagenen Reserve des Deutschen Meisters Rot-Weiß Zerbst hatte der MSV 90 am 15. Spieltag der 3. Kegel-Bundesliga Ost der Herren wieder einen schweren Stand und kassierte eine 5 484 : 5 748-Niederlage. Die ersatzgeschwächten Elbestädter mühten sich redlich, konnten aber nur etwa 150 Wurf lang Kontakt zum Tabellenführer halten. Danach zog Zerbst die Zügel an und setzte sich Wurf um Wurf von den Lemsdorfern ab. Bereits nach dem Startdurchgang waren alle Messen gesungen und die Rot-Weißen führten mit komfortablen 100 Zählern. Der Gast konnte lediglich versuchen, den Schaden in Grenzen zu halten und hier und da ein respektables Einzelresultat zu erzielen. Am besten gelang dies Dirk Sommermeyer mit 954 Punkten und auch Maik Siegemund traf bei seinen 940 Holz zufriedenstellend.

Zerbst spielte mit Ausnahme von Frank Krehan ( 882 ) konstant stark zwischen 963 und 998 Punkten und unterstrich seine Vormachtstellung auf den heimischen Bahnen mehr als deutlich. Die angestrebten 1 000-er Ergebnisse blieben aber aus, ließen sich aber anhand des guten Gesamtresultates der Gastgeber sicherlich verschmerzen.

Der MSV behält trotz der Niederlage weiterhin seinen 6. Tabellenplatz, der zum Klassenerhalt reichen würde. Kleeblatt Berlin II schließt jedoch durch einen überraschenden Sieg bei Rot-Weiß Treuen zu den Lemsdorfern und Vogtländern auf und erhält sich damit alle Chancen auf den Ligaverbleib. Die Magdeburger Kegler bleiben mit Ausnahme des Auftaktsieges in Wählitz weiterhin auf Auswärtsbahnen glanzund sieglos.

MSV 90 : Wunderlich 893, Siegemund 940, Sommermeyer 954, Schletterer 853, Blumtritt 926, Piekacz 918.