In der Handball-Oberliga der Männer kam der BSV 93 am vergangenen Sonntag zu einem wichtigen 27 : 24-Heimerfolg über den Jessener SV. Dabei lagen die Neu Olvenstedter in der Sporthalle des Magdeburger Albert-Einstein-Gymnasiums zur Halbzeitpause noch mit 11 : 14 Toren im Rückstand.

Neu Olvenstedt. Mit zwei Siegen im Rücken wollte der BSV seinen leichten Aufwärtstrend auch im Heimspiel gegen den Jessener SV fortsetzen. Doch gegen die robusten Elsterstädter, für die im Abstiegskampf jeder Punkt zählt, hatten die Magdeburger einen schweren Stand. Durch schwache Abwehrleistungen und eine zu hohe Fehlerquote im Angriff fanden die Gastgeber lange nicht zu ihrem Spiel. In der zweiten Halbzeit brachte ein 10 : 1-Zwischenspurt den BSV auf die Siegerstraße. Allerdings musste die Mannschaft des Trainergespanns Eckstein / Lantzsch bis zum Abpfiff um den Doppelpunkterfolg bangen.

Mit den Gedanken scheinbar noch in der Kabine, sah sich der BSV rasch einem 0 : 2-Rückstand gegenüber. Besonders das Deckungsverhalten war von Beginn an mangelhaft auf Seiten des Gastgebers. Diese Unsicherheit übertrug sich in der Folge aufs Angriffsspiel des BSV, der zwischenzeitlich zum 3 : 3 ausglich. Nach zahlreichen haarsträubenden Fehlern seiner Akteure, sah sich das Trainergespann bereits nach knapp neun Minuten beim Stand von 3 : 5 zu einer Auszeit gezwungen. Anscheinend fanden die klaren Ansagen aber kein Gehör. Unvermittelt reihte sich ein Abstimmungsfehler in der BSV-Abwehr an den anderen.

Auf der Gegenseite stellte jeder Pass zum Mitspieler einen Unsicherheitsfaktor dar. Die Unzulänglichkeiten der Hausherren nutzte Jessen gekonnt aus und baute die eigene Führung auf drei Treffer aus ( 4 : 7 ). Allmählich fanden die BSVSpieler doch noch in die Partie und erkämpften sich den 9 : 9-Ausgleich. Die aufkommende Euphorie hielt sich jedoch stark in Grenzen, als die Gäste durch einfachste Spielzüge auf vier Tore enteilten ( 10 : 14 ). Bis zum Halbzeitpfiff konnte der BSV nicht mehr entscheidend verkürzen und ging folgerichtig mit einem 11 : 14-Rückstand in die Pause.

Auch nach dem Wiederanpfiff plätscherte das BSV-Spiel nur vor sich hin. Die Hausherren waren zwar bemüht, bekamen die gegnerischen Einläufer aber einfach nicht in den Griff. So hatte der Pausenrückstand bis zum 14 : 17 weiterhin Bestand.

Dann auf einmal spielte sich der BSV in einen Lauf, nutzte zwei Überzahlsituationen konsequent aus und kam über Tempogegenstöße endlich selbst zu leichten Toren. Nach 46 Minuten hatten die Gastgeber bereits ein Sechs-Tore-Polster herausgeworfen ( 24 : 18 ). Bezeichnenderweise erzielte Jessen seinen 19. Treffer vom Siebenmeterpunkt.

Doch wer glaubte, die Begegnung wäre nun entschieden, sah sich getäuscht. Im Bestreben, weiterhin schnelle Tore zu erzielen, verzettelte sich der BSV in der Folge des Öfteren und brachte den Gegner so wieder ins Spiel. Der Vorsprung der Gastgeber schrumpfte so binnen Minuten von 25 : 19 auf 25 : 24 zusammen.

Damit stand die Partie zwei Minuten vor der Schlusssirene erneut auf der Kippe. Das glücklichere Ende hatte aber der BSV, der noch zwei Treffer zum 27 : 24-Sieg markierte.

BSV 93 : Ch. Fredow, F. Fredow – Auerbach 1, Bade 8, Berger 2, Goldschmidt 1, Heinicke, M. Hoffmann 1, Kamm, Kolberg 3, Nowak 3, Pethe 2, Thiele 4 / 1, Zengerling 2.