Lemsdorf ( dhe ). Am 14. Spieltag der 3. Bundesliga Ost der Classic-Kegler gelang dem Magdeburger SV 90 ein nicht ganz erwarteter, aber dennoch hoch verdienter Heimsieg gegen den TSV 90 Zwickau mit starken 5545 : 5506 Holz.

Den Lemsdorfern war von vornherein klar, dass die Punkte nur mit einer ausgezeichneten Teamleistung an der Elbe bleiben würden. Letztlich siegte die größere Erfahrung der Gastgeber gegen den jugendlichen Eifer der Sachsen, die ihre größte Zeit wohl noch vor sich zu haben scheinen.

Die ambitionierten Gäste, die sich sein Monaten auf den Bahnen der Liga austoben und von Sieg zu Sieg eilen, hätten einen Erfolg in Magdeburg gut gebrauchen können, um im Geschäft um den Aufstieg zu bleiben. Die Lemsdorfer hatten an diesem Tage aber einiges entgegenzusetzen und verteidigten erfolgreich ihren Mittelfeldplatz.

Der TSV startet etatmäßig mit Junioren-Nationalspieler Lars Pansa, der die sächsische Kegelmaschinerie ordentlich in Gang und seine Farben zeitig auf die Siegerstraße brachte. Es war die Aufgabe des erfahrensten Magdeburgers, Ulf Wunderlich, ihm einige Steine in den Weg zu legen und den MSV im Spiel zu halten. Pansa quittierte die Vorschusslorbeeren mit tollen 972 Punkten, doch Wunderlich ( 935 ) blieb immer hartnäckig dran. Nur 22 Holz gaben die Elbestädter im Startdurchgang ab, dank eines ebenfalls stark agierenden Sven Ostermann. Er hielt Andreas Seidel mit 925 : 910 Zählern auf Distanz.

Zwickau hatte vielleicht mit solch entschlossener Gegenwehr nicht gerechnet, denn im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt. Maik Siegemund ( 927 ) und ein überragender Dirk Sommermeyer ( 965 – persönliche Bestleistung ) holten Punkt um Punkt und bereits nach 50 Wurf führte der Gastgeber knapp. Die Westsachsen hielten mit Patrick Voigt gut dagegen, doch bei Steffen Belolahvek lief es nicht rund. Nach dem Führungswechsel reagierten die Gäste mit der Einwechslung von Kapitän Wolff, doch Sommermeyer / Siegemund waren nun nicht mehr zu stoppen und explodierten noch einmal regelrecht auf ihren letzten Bahnen. Stolze 71 Holz Vorsprung hatten die Elbstädter nun noch zu verteidigen.

Auch Dirk Hecht ( 895 ) begann stark und glich ein paar anfängliche Defizite von Gerhard Piekacz ( 898 ) wieder aus. Der MSVKapitän erholte sich aber recht zügig und punktete mit. Allerdings verpassten beide die 900-Punkte-Marke nur um Haaresbreite, waren aber wohl mehr damit beschäftigt, sich gegen attackierende Zwickauer zu wehren. So hielten sie Toni Schulze ( 939 ) und Patrick Hirsch ( 886 ) immer auf Abstand.

Ein Neuner kurz vor Ultimo durch Hecht stoppte endgültig die Bemühungen der Gäste und Magdeburg durfte verdient jubeln über zwei mehr als wichtige Heimzähler und das beste Heimspiel der Saison.