Mit dem Prestigeduell gegen Union Halle-Neustadt starten die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg morgen ( 16 Uhr / Mittellandhalle Barleben ) in den Schlussspurt der Saison 2009 / 10.

Magdeburg. Das Gästeteam von Trainer Arne Kühr konnte bereits im Hinspiel einen vielumjubelten 32 : 22-Erfolg feiern und will sich nun mit einem Sieg im Rückspiel endgültig für die Play-offs qualifizieren. Doch auch bei den Bandits gab es am vergangenen Wochenende endlich wieder einen Sieg zu bejubeln, so dass die Elbestädterinnen nun im Nachbarschaftsduell möglichst nachlegen wollen.

Alle Jahre wieder geht es im Vergleich der beiden Landesleistungszentren nicht nur um wichtige Punkte im Ligaalltag, sondern vielmehr um die Vormachtstellung in Sachsen-Anhalt. Nach aktuellem Stand haben hier die Gäste von der Saale eindeutig die Nase vor, rangiert man derzeit doch auf dem dritten Tabellenplatz und will in jedem Fall um die Play-offs mitspielen. Von diesem Ziel ist man beim HSC 2000 in dieser Saison weit entfernt. Die Elbestädterinnen finden sich nach einem personellen Umbruch im unteren Tabellendrittel wieder und wollen mit einem Sieg weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln.

Pünktlich zum anstehenden Landesderby haben sich die Elbestädterinnen mit einem Sieg vor Wochenfrist in Recklinghausen zurück in der Erfolgsspur gemeldet und wollen den Aufwärtstrend der letzten Spiele auch gegen Halle bestätigen. Dabei kann Bandits-Trainer Grzegorz Subocz erneut auf den kompletten Kader zurückgreifen. Zwar mussten Franziska Bartl und Steffi Wysinski unter der Woche zwei Mal passen, sind gegen Union aber definitiv dabei. Ganz anders sieht es hingegen bei den Gästen aus Halle aus. Mit Eileen Uhlig und Zofia Fialekova fehlen Kühr zwei wichtige Stammkräfte, zumal auch hinter Simona Roubinkova sowie Silvia Hofman noch dicke Fragezeichen stehen. Der drohende Ausfall von Roubinkova könnte für die Hallenser zudem doppelt ärgerlich werden, immerhin ist die erfahrene Tschechin mit 99 Treffern derzeit die torgefährlichste Spielerin der Saalestädterinnen und ein ständiger Unruheherd für jede Abwehr.

Neben einer aggressiven Abwehrreihe setzt HSC-Trainer Subocz vor allem wieder auf die zuletzt stark parierende Pauline Radke im Bandits-Gehäuse. Sie soll ihren Vorderleuten die nötige Ruhe geben, um auch im Positionsangriff endlich die letzten Defizite abstellen zu können. Hier waren es zuletzt Steffi Wysinski und Beatrice Vogel, die die entscheidenden Impulse auf Magdeburger Seite setzen konnten und zudem selber eine hohe Torgefahr ausstrahlten.