Neue Neustadt ( ded ). Sangund klanglos ist der Oberligist TuS 1860 Magdeburg im Halbfinale des HVSA-Pokals der Frauen gegen den Ligakonkurrenten TSG Calbe ausgeschieden. Nach einer indiskutablen Leistung verloren die Neustädterinnen völlig verdient mit 17 : 25 ( 6 : 11 ) und können sich nun im weiteren Saisonverlauf auf den Abstiegskampf in der Liga konzentrieren. Calbe hat dagegen die Möglichkeit, den im vergangenen Jahr errungenen Pokal erfolgreich zu verteidigen.

Aus TuS-Sicht sollte man dieses Spiel, welches als schlechteste Saisonleistung bewertet werden kann, schnell abhaken. Über 60 Minuten war man mindestens eine Klasse schlechter als der verdiente Sieger aus Calbe. Die TSG ging schnell durch Kreisläuferin Wilke in Führung. Im Gegenzug bot sich TuS die Chance, per Strafwurf auszugleichen. Doch symptomatisch für das gesamte Angriffsspiel des Gastgebers scheiterte Kirsten an der gut aufgelegten Torhüterin Kathrin Gutsch. Der Gast spielte dagegen sehr effektiv und baute seine Führung bis zur 12. Spielminute auf 5 : 1 aus. TuS-Trainer Pußel nahm eine Auszeit, doch ansehnlicher wurde das Spiel für die heimischen Zuschauer nicht. Die Magdeburgerinnen ließen jede kreative Idee im Spiel gegen die aggressive 3 : 2 : 1-Deckung des Gastes vermissen.

Calbe konnte ohne große Kraftanstrengung den Vorsprung bis zur 23. Minute auf 10 : 3 ausbauen. Der Oberligadritte, am Vortag noch in der Liga gegen Halberstadt aktiv, hatte sich die Aufgabe sicherlich schwieriger vorgestellt. Zur Pause führte die Falke-Sieben bereits vorentscheidend mit 11 : 6 Toren.

In der Pause erinnerte TuSCoach Pußel seine Mannschaft noch einmal an die spielerischen Elemente, die man in der Woche im Training erarbeitet hatte. Doch seine Spielerinnen konnten dies auch in der zweiten Hälfte nicht umsetzen. Beim Stand von 7 : 17 nach 38 Minuten drohte sich sogar ein Debakel an. Vor allem die Calbenser Spielerinnen Kristin Musche und Stephanie Hüls, beide mit neun bzw. acht Treffern erfolgreichste Werferinnen des Spiels, zeigten mehr und mehr ihre Klasse.

In der Schlussphase wechselte Calbes Trainer viel durch. Vielleicht war es TuS dadurch auch möglich, die Niederlage am Ende in Grenzen zu halten. Letztendlich verloren die Elbestädterinnen mit nur acht Toren Unterschied. Hätte Calbe bis zum Schluss Vollgas gegeben, wäre die Differenz sicherlich zweistellig gewesen.

TuS : Ebeling, Pußel – Haegebarth, Viehweg, Kirsten 2, Sonnauer 1, S. Kietz 3 / 3, Jura 1, Ch. Kietz 4 / 3, Schulz, Helbig 4, Kersten, Sill 2.