Die Basketballer der BG Febro Magdeburg beendeten die erste Halbserie in der 1. Regionalliga Nord mit je fünf Siegen und Niederlagen sowie mit 15 Punkten und Rang sechs auf einem Mittelplatz im Elferfeld. In der ersten Saison ohne den bisher erfolgreichsten " Adler " Marco Klingberg ( 146 Spiele / 2 438 Punkte ) gelang eine überragende Heimbilanz mit fünf Siegen in sechs Spielen. Ohne zählbare Ergebnisse blieben dagegen die vier absolvierten Auswärtsspiele, dort gelang kein einziger Sieg.

Stadtfeld. Nach den Abgängen von Marco Klingberg, Alexander Stolpe ( beide Aschersleben ), Florian Schneider ( Studium USA ), Daniel Maue und Tim Schilling ( beide 2. Mannschaft ) wurde eine Ergänzung des Teams von Coach Michael Mai und seinem Assistenten Stefan Richter unumgänglich. Durch die Abgänge wurde die Durchschlagskraft im Angriff erheblich geschwächt. Klingberg, Stolpe und Schneider erzielten mit 493 Punkten ( 79 Dreier ) in der abgelaufenen Saison 32 Prozent aller von 13 Spielern erzielten Punkte.

Die Neuzugänge Ole Colin Alsen, Peter van Rij, Kevin Glenetzky, Paul Münsinger und Timo Backhaus lotste Coach Mai vor Beginn der achten Regionalligasaison an die Elbe.

Der Saisonauftakt gelang mit den Pflichtsiegen gegen die starken Aufsteiger Hermsdorf ( 76 : 64 ) und Rostock ( 66 : 65 ) sehr gut. Überragend der Auftritt von Simic in beiden Spielen. Die Siege brachten nach guter Saisonvorbereitung mit einem Trainingcamp in Osterburg allerdings nicht die von vielen erwartete Sicherheit. Überschattet wurde der gute Start vom Kreuzbandriss bei Pöllnitz.

Beim Aufstiegsfavoriten ALBA Berlin gab es mit dem 56 : 103 eine derbe Klatsche und zudem eine der höchsten Niederlagen in allen bisherigen 168 Regionalligapartien. Bei den folgenden Niederlagen zuhause gegen Wolfenbüttel ( 72 : 85 ) und in Oldenburg ( 69 : 79 ) überzeugten die Mai-Schützlinge nicht. Markiewicz erzielte in Oldenburg mit 28 Punkten eine persönliche Bestleistung. Die Verletzungsmisere ging weiter. Simic verletzte sich in Berlin ( Muskelfaserriss ) und fiel gleich für drei weitere Spiele aus. Van Rij musste in Oldenburg und bei einem weiteren Spiel wegen Herzproblemen passen. Danach kehrte er glücklicherweise ins Team zurück.

Gegen den Favoriten Lokomotive Bernau gelang nach sehr starkem Spiel ohne Simic, van Rij und Pöllnitz ein nicht erwarteter 78 : 75-Sieg nach Verlängerung. Sieggaranten waren Markiewicz ( 19 ) und Alsen ( 11 ). Backhaus kam zu seinem ersten Einsatz. Diese Überraschung sollte in Bremen, nun wieder mit Simic und van Rij, zum ersten Auswärtssieg beflügeln. Nach schwachem Spiel, man ließ sich von der harten Gangart der Bremer beeindrucken, unterlag man 58 : 67. Simic verletzte sich erneut und fehlte bis zum Ende der Hinrunde.

Gegen starke Göttinger, erstmals mit Simic-Vertretung Aaaron Lee Anderson knüpfte man an das Bernau-Spiel an und gewann mit 93 : 90 erneut nach Verlängerung. Beste Scorer des Tages waren Ivanov ( 17 ), van Rij ( 19 ) und Anderson ( 22 ).

Bei den Sixers gab es im Landesderby erneut nach einen Hoch ( Göttingen ) ein Tief. Beim 69 : 86 gab es nichts zu holen, die Durchschlagskraft im Angriff war zu gering, der Siegeswille nicht stark genug. Im " Nicolausspiel " besiegten die Adler dann aber Tabellenführer Itzehoe nach fast schon verlorenem Spiel mit 62 : 59 und sorgten für einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde. Dabei boten sie den Fans, wie bereits in allen vorangegangenen Heimspielen, eine tolle und spannende Unterhaltung.

Um das Saisonziel, besser als Rang sechs im Vorjahr, zu erreichen, bedarf es einer Steigerung vor allem in des Gegners Hallen. Neben vier Heimspielen gegen Alba II, Oldenburg, Bremen und Aschersleben bis zum Saisonende am 27. März müssen die Eagles sechsmal auswärts ( Hermsdorf, Rostock, Wolfenbüttel, Bernau, Göttingen und Itzehoe ) antreten.

Dabei hoffen die Stadtfelder sehr auf die Rückkehr von Simic. Nicht zurückkommen wird Felix Neumann. Er entschied sich für einen Wechsel in die 2. Regionalliga zu den Aschersleben Tigers.