Leipziger Straße ( msc ). Am Samstagvormittag traf den Magdeburger Billardclub die Hiobsbotschaft, dass Radek Novak an der tschechisch-deutschen Grenze seine Anreise abbrechen musste, da eine pünktliche Ankunft nicht möglich gewesen wäre. Doppelt ersatzgeschwächt traten die Magdeburger gegen den Tabellenvierten aus Fuhlenbrock an, der noch dazu mit den siebenfachen Weltmeister Christian Rudolph angereist war.

Steffen Rödel und der kurzfristig aufgerückte Bernd Friedel spielten in der ersten Runde gleich ihre besten Saisonpartien und bescherten den Elbestädtern eine 4 : 0-Führung zur Halbzeit. Beide boten eine tolle Leistung und das in dieser Situation. Schönhoff war gegen den Weltklassemann Rudolph von Beginn an überfordert und hatte nie eine Chance, die Partie zu seinen Gunsten zu drehen. Zu groß ist die Erfahrung seines Gegners, der in jeder Situation beherrschend war.

Dafür gewann aber Christian Zöllner mit großem Kampf seine Partie gegen Markus Heuser und erspielte die fehlenden zwei Punkte zum 6 : 2-Erfolg gegen die Westfalen. Ein Spitzenergebnis, welches so nicht zu erwarten war.

Dann folgte aber ein rabenschwarzer Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Bottrop. Die Magdeburger standen gegen eine Bestleistung spielende Mannschaft auf verlorenem Posten. Wieder zeigten Rödel und Friedel keine schlechte Leistung in der ersten Runde. Nur dieses Mal reichte es nicht zu einem Sieg gegen ihre Gegner Müller und Janzen.

Und auch die zweite Runde war nicht viel besser. Christian Zöllner geriet gleich zu Beginn in enormen Rückstand und konnte diesen nicht mehr aufholen. In der besten Partie des Tages siegte Karaca gegen den Magdeburger in nur 27 Aufnahmen. Einzig Schönhoff war es vergönnt, den Ehrenpunkt zu retten. In einer spannenden Partie schaffte er im Nachstoß die 40 Punkte, nachdem sein Gegner van den Heuvel die Partie beendet hatte.

Bis zum nächsten Spieltag in drei Wochen bleiben die Magdeburger noch auf Platz zwei der Tabelle. Dann geht es zu zwei schweren Auswärtsspielen nach Berlin.