Elsterwerda ( dhe ). Der 11. Spieltag der 3. Bundesliga Ost der Classic-Kegler stand am Wochenende von Anfang an unter keinem guten Stern für den Magdeburger SV 90. Tiefdruckgebiet " Daisy " zog über Deutschland und machte eigentlich bundesweit alle Sportveranstaltungen zu einer risikoreichen Sache.

Während in Sachsen-Anhalt fast alle Kegelwettkämpfe auf Kreis- und Landesebene abgesagt wurden, konnten sich die Verantwortlichen des DKBC nicht zu einer so vernünftigen Entscheidung für die Bundesligen durchringen. So machte sich der MSV 90 auf die beschwerliche Reise zum ESV Lok Elsterwerda und hatte es tatsächlich nach fünf Stunden Fahrzeit geschafft, pünktlich zu Spielbeginn im Elbe-Elster-Kreis anzukommen. Allerdings lohnte sich die weite Fahrt für die Elbestädter nicht, denn das Spiel ging mit 5369 : 5197 Punkten verdient an die Gastgeber, die sich damit in der Tabelle um sechs Punkte von den Magdeburgern absetzen konnten und den Klassenerhalt wohl jetzt schon gesichert haben.

Dabei hatten sich die Lemsdorfer sehr viel vorgenommen für das erste Spiel im neuen Jahr. Alle Stammspieler konnten anreisen und auch Neuzugang Ralf Kreuzer, der vom SV Geiseltal Mücheln an die Elbe wechselte, war nach dreimonatiger Sperre nun endlich spielberechtigt. Doch die gute Form der letzten Spiele im Dezember konnte nicht ins neue Jahr mitgenommen werden und ein schwaches Magdeburger Abräumerspiel machte dem ESV das Siegen leicht.

Das Starterpaar Ulf Wunderlich ( 897 ) und Gerhard Piekacz ( 874 ) behielt die Lok-Spieler Scheibe ( 863 ) und Groschopp ( 918 ) gut im Griff.

Der zweite Startblock blieb dann über weite Strecken ebenfalls spannend. Steffen Blumtritt ( 906 ), bester Magdeburger an diesem Tag, erkämpfte 25 Punkte gegen Günter Horn ( 881 ). MSV-Neuling Kreuzer ( 408 ) traf jedoch in seinem ersten Spiel zu wenig und wurde zur Halbzeit gegen Maik Siegemund ausgetauscht. Doch auch er erwischte mit 419 Holz nicht seinen besten Tag und so konnte Rüdiger Werner ( 898 ) für Elsterwerda reichlich punkten und die Gastgeber führten nun schon mit 56 Holz.

Dirk Hecht und Sven Ostermann mussten nun noch einmal angreifen, um dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch die ESV-Youngster Exner und Kube ließen den Magdeburgern wenig Spielraum, Punkte aufzuholen. Hecht lieferte sich mit Exner einen Kampf auf Augenhöhe und setzte sich am Schluss noch leicht ab ( 895 : 881 ). Ostermann fand nie richtig ins Spiel und musste den besten Elsterwerdaer Benjamin Kube ( 928 ) zeitig davon ziehen lassen. Auch Einwechsler Dirk Sommermeyer brachte keine wirkliche Verbesserung für Magdeburg und das Punktspiel ging mit 172 Holz Rückstand noch recht deutlich an den ESV.