Magdeburg. Todmüde ist Turnierleiter Matthias Kahl am Sonntagabend in sein Bett gefallen, hat versucht, den Schlaf nachzuholen, den ihn zuletzt die Vorbereitung und Durchführung des IX. Matthias-Pape-Gedächtnisturniers

gekostet hatte. Doch nicht nur der Mitarbeiter des FCMNachwuchsleistungszentrums und die meisten Beteiligten werden die inoffizielle deutschen Meisterschaft für U-15-Teams im Hallenfußball in guter Erinnerung behalten.

Gleich doppeltes Glück hatten die Kicker des TuS 1860 Neustadt. Die " Neustadt-Tiger " rutschten zunächst aufgrund der Absage des FC Energie Cottbus überhaupt ins Teilnehmerfeld. Obwohl am Sonnabend mit 1 : 34 Toren und null Punkten abgeschlagener Letzter der Vorrundengruppe " Paul & Breitmeier ", waren die Neustädter auch noch in den Platzierungsspielen am Sonntag am Ball, wurden am Ende 16. " TuS spielte da für den Vorrundengruppen-Vierten Eintracht Gommern, der wohl nicht daran geglaubt hatte, überhaupt weiterzukommen und darum am Sonntag für die eigene Hallenkreismeisterschaft meldete ", klärte Kahl das unverhoffte Glück der Neustädter auf.

Nicht so glücklich waren die Turnierverantwortlichen mit dem blamablen Abschneiden des FC Bayern München, der in der Vorrundengruppe " General Elektronik " Letzter wurde und am Sonntag schon abgereist war. FCM-Präsidiumsmitglied Lutz Weiß, der bei der Siegerehrung auch seinen verhinderten " Chef " Volker Rehboldt sowie Oberbürgermeister Lutz Trümper vertreten musste, dazu : " Ich finde es schade, dass die Bayern so sang- und klanglos als Gruppenletzter ausschieden. Das reisen die mit einem großen Bus an, haben aber nur zwölf Mann dabei. Eigentlich sollten sie ein Zugpferd auch für den Sonntag sein, denn der FCB hat ja nun mal überall seine Fans. Und dann das. Ich bin schon ganz schön sauer, zumal wir die Kosten tragen. "

Die erfolgsverwöhnten Kicker von der Isar reisten offensichtlich mit der zweiten Garnitur an, verloren so gegen Rostock, Schalke und Oldenburg. Einzig gegen den 1. FCM konnten sie mit viel Dusel einen 1 : 0-Sieg einfahren.

Nicht in guter Erinnerung wird Hermann Wieland, Betreuer des Turniersieger 1. FC Köln, Magdeburg behalten. Bei der Jubelrunde nach dem Siegerfoto wurde dem altgedienten Funktionär nicht nur schwindelig, er verletzt sich auch am Sprunggelenk. Schalkes Physiotherapeutin Sina Bergmann leistete noch in der leeren Gieselerhalle " Erste Hilfe ".