Magdeburg. Mit dem 2 : 14 ( 1 : 5, 0 : 5, 1 : 1, 0 : 3 ) im Pokal-Achtelfinale gegen den Rekordmeister und Rekordpokalsieger musste der Bundesligist Wasserball Union Magdeburg ( WUM ) am Sonnabend vor heimischer Kulisse die erste Niederlage in der Saison 2009 / 2010 hinnehmen. Die mit vielen Nationalspielern gespickte Mannschaft aus der Hauptstadt zeigte sich den Elbestädtern in allen Belangen überlegen.

Schon in ihrem ersten Angriff kamen die Gäste durch Nationalspieler Andreas Schlotterbeck zur 1 : 0-Führung. Erst in der letzten Minute des ersten Viertels konnten die rund 200 Zuschauern das 1 : 4 durch Ilja Butikashvili bejubeln. In Überzahl spielten die Magdeburger den Georgier frei, so dass er sicher vollenden konnte.

Vor allem in den ersten beiden Vierteln gab es hin und wieder Probleme bei der Zuordnung in der Abwehr, so dass die Spandauer allein dadurch zu vier Treffern kamen.

" Das Spiel ist so gelaufen, wie es zu erwarten war. Wir haben ja hier gegen die halbe deutsche Nationalmannschaft gespielt, und der Rest ist Nachwuchskader ", zeigte sich Magdeburgs Trainer Milos Sekulic trotz der hohen Niederlage keineswegs enttäuscht. " Meine Mannschaft hat 100 Prozent gegeben, hat gekämpft, aber die Gäste sind nun einmal erfahrener und spielstärker. Die trainieren von Januar bis Dezember das ganze Jahr zusammen. Wir mussten noch dazu zwei Stammspieler ersetzen ", so Sekulic weiter.

Nach der Pause hatten die Magdeburger besser zueinander gefunden, so dass die zweite Halbzeit mit 1 : 4 weitaus glimpflicher ausging. Allerdings machte die Pressdeckung der Spandauer dem Magdeburger Angriffsspiel ordentlich zu schaffen.

" Anfangs haben wir uns selber ein bisschen schwergetan. In der Verteidigung waren wir da bis auf die Zuordnungsfehler ja ganz gut, aber im Angriff hatten wir nicht die nötige Kraft ", schätzte der Magdeburger Christian Schlanstedt ein. Allerdings sind die Berliner auch viel besser besetzt, haben auch in der sogenannten zweiten Reihe noch sehr starke Spieler ", meinte Schlanstedt. Er freut sich schon auf morgen, wenn die deutsche Nationalmannschaft im Weltpokal auf Frankreich trifft : " Es ist schon eine schöne Sache, dass wir jedes Jahr hier ein Länderspiel haben. Ich hoffe, dass wir in mittlerer Zukunft selber Spieler für die Nationalmannschaft stellen. "

Moritz Oeler, Nationalspieler und vierfacher Torschütze bei den Gästen, meinte : " Man hat schon gesehen, dass die Magdeburger in letzter Zeit spielerisch weitergekommen sind. Es reicht aber noch nicht aus, um ganz oben mitmischen zu können. "

Magdeburg : Kiffer, Schoder – Schlanstedt, Butikashvili 1, Hagendorf, Kohnert, Papadileris, Bauer, Loncaric, Dammbrück, Knobloch, Schoder, Beiersdorf, Kilibarda 1.

Spandau : Tschigir – Bukowski 2, Schroedter, Naroska, Kleine 1, Savic 1, Mirs, Schlotterbeck 3, Oeler 4, Eidner, Stamm, Biegel 3.

Zuschauer : 200