Magdeburg ( smu ). Die Verbandsliga-Kicker des MSV 90 Preussen gewannen am Samstagnachmittag ihr drittes Auswärtsspiel in Folge. Das Team von Trainer Dirk Hannemann besiegte den MSV Eilsleben durch Tore von Steve Röhl ( 14. / 22. / 82. ) und Alexander Siemke ( 16. ) deutlich mit 4 : 0 ( 3 : 0 ).

Hannemann war besonders mit der ersten Hälfte zufrieden. " Das war schon in Ordnung, was meine Truppe da gezeigt hat. Mit dem zweiten Abschnitt bin ich nicht einverstanden, weil wir dort nicht mehr so zielstrebig gespielt haben. Insgesamt gesehen, war bei besserer Chancenverwertung ein höheres Ergebnis möglich. "

Die Preussen begannen auf dem tiefen Geläuf des städtischen Sportplatz in der Lutherstadt wie die Feuerwehr. Sie ließen Ball und Gegner laufen, zeigten guten Kombinationsfußball und drückten die Gastgeber, die kaum Zeit zum Luftholen hatten, in deren Hälfte. Nachdem Röhl ( 4. ) und Siemke ( 8. ) erste gute Möglichkeiten hatten, eröffnete Röhl nach 14. Minuten den Torreigen. Wuchtig drang er in den Strafraum ein und verwandelte aus gut zehn Meter Torentfernung in halbrechter Position zur Führung. Als dann zwei Minuten später ein Schuss von ihm abgeblockt wurde, war Siemke zur Stelle und markierte das 2 : 0. Auch der dritte Treffer, nach etwas mehr als zwanzig Minuten, war eine Koproduktion der beiden Torschützen. Nach Siemkes präziser Flanke war Röhl zur Stelle und erzielte das 3 : 0.

Die Verantwortlichen von Eisleben befürchteten das Schlimmste, bahnte sich doch jetzt ein Debakel an. Torhüter Maik Schäfer verhinderte aber das Schlimmste. Immer wieder war er zur Stelle, entschärfte etliche Großchancen der Magdeburger. So parierte er die Schüsse von Schulz ( 32. ), Siemke ( 36. ) und Röhl ( 38. ), die jeweils frei vor ihm auftauchten, dann aber Nerven zeigten.

Auch in der zweiten Hälfte waren die Landeshauptstädter spielbestimmend, konnten aber nicht mehr den Druck der ersten Halbzeit aufbauen. Zwar hatten sie wiederum einige " Riesen " durch Ginter, Kühnast, Röhl, Schulz und Siemke ( Pfostentreffer ), insgesamt spielten sie aber einen Gang tiefer.

Röhl setzte dann, nachdem Eislebens Ronny Scharf mit einem Schuss an das Lattenkreuz die einzige Möglichkeit während der gesamten Spielzeit für sein Team hatte ( 77. ), den Schlusspunkt unter diese recht einseitige Partie. Nach feinem Pass von Schulz war er frei durch und erzielte mit seinem Schuss in das lange Eck den 4 : 0-Endstand ( 82. ).