Tischtennis-Spieler Andreas Mühlfeld kam zu Saisonbeginn von Tennis Borussia Berlin zum TTC Börde. Wenige Tage vor Beginn der Rückrunde sprach Volksstimme-Mitarbeiter Werner Kotulla mit dem 48-jährigen Berliner über seine bisherigen Eindrücke in Magdeburg und seine Vorstellungen für die Rückrunde.

Volksstimme : Was hat Sie eigentlich dazu bewegt, von der Spree an die Elbe zu wechseln. Die Regel wäre doch eher umgekehrt ?

Andreas Mühlfeld : Zum Glück läuft nicht alles im Leben nach vorgegebenen Mustern ab. So war es auch in meinem Fall. Ungereimtheiten in meinem Heimatverein und gute Beziehungen zu Frank Kuhnert und Peter Bauske, aber auch intakte materielle und finanzielle Spielbedingungen, gepaart mit einer guten Atmosphäre in der Sporthalle Steinigstraße, haben mein Interesse am Wechsel nach Magdeburg entscheidend beeinflusst. Für beide Seiten, denke ich, ein glücklicher Umstand.

Volksstimme : Für viele Magdeburger TT-Experten sind Sie kein unbeschriebenes

Blatt mehr. Man schätzt Sie als Mann der leisen Töne, der beim Wettkampf

aber explodiert und das Können besitzt, den jungen Oberliga-Sechser des TTC Börde weiter voranzubringen.

Mühlfeld : Das ehrt mich, obwohl meine Glanzzeiten mit dem Gewinn mehrerer DDRMeistertitel schon über 20 Jahre zurückliegen. Aber mit den Erfahrungen ist es wie mit einer ehrwürdigen Schatztruhe. Man muss sich ihrer stets bedienen, wenn die körperlichen Befindlichkeiten nachlassen. Das versuche ich zu berücksichtigen. Übrigens ist meine positive Einzelbilanz von 15 : 6 im oberen Paarkreuz und auch die Doppelbilanz von 10 : 6 nach Abschluss der 1. Halbserie dafür ein guter Beleg.

Volksstimme : Ein geflügeltes Wort besagt : Neue Besen kehren gut. Kann man das auch in Ihrem Fall behaupten ?

Mühlfeld : Oberflächlich betrachtet schon. Denn meine Berufung zum Kapitän der ersten Mannschaft lässt schon solche Gedanken zu. Aber in Wirklichkeit ist die Harmonie in der Truppe, das gute Zusammenspiel zwischen alt und jung sowie das große Engagement der Leitung die Hauptursache für die gute Atmosphäre. Letztlich ist unser siebter Tabellenrang mit 13 : 9 Punkten diesen Bedingungen zu verdanken.

Volksstimme : Abschließend noch eine Frage zur Rückserie. Steht der Klassenerhalt auf dem Spiel oder können die Fans beruhigt auf die zweite Hälfte blicken ?

Mühlfeld : Der Rückrundenstart ist für uns am 9. Januar mit dem Spiel gegen den MSV Hettstedt. Natürlich wollen wir mit einem Heimsieg unsere Bilanz weiter verbessern und frühzeitig alles klarmachen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Die Absicht haben wir. Manche Ecken und Kanten, die es bei uns auch noch gibt, sollen intern mit der Vereinsführung geklärt und beseitigt werden. Da sind wir ganz zuversichtlich.