Berlin / Magdeburg ( hoe ). Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus der Bundeshauptstadt hätte die Regionalliga-Volleyballer des USC Magdeburg ein großes Stück nach vorn gebracht. Stattdessen stecken sie nach einer vermeidbaren 1 : 3-Niederlage nun wieder mitten im Abstiegskampf. Hauptursache war eine überaus hohe individuelle Fehlerquote, insbesondere im Spielaufbau.

Schon zu Beginn des Spiels offenbarten die Magdeburger die fast obligatorischen Anlaufschwierigkeiten, liefen ständig einem Rückstand hinterher. Erst zum Ende des ersten Durchgangs gelang noch etwas Ergebniskosmetik und man fand besser ins Spiel.

Den positiven Trend zum Satzende nahmen die Gäste dann auch mit in den Folgedurchgang. Mit dem nun druckvolleren Aufschlagspiel und erfolgreicheren Blockaktionen brachte der Magdeburger Sechser den Gastgeber immer mehr in Bedrängnis und konterte ebenfalls mit 25 : 19 zum 1 : 1-Satzausgleich. Der USC schien im Spiel angekommen. Allerdings konnte Nils Opitz in der Folgezeit auf Grund einer Oberschenkelzerrung nur noch sporadisch in der Annahme eingesetzt werden.

Da das Oelze-Team auch in Satz drei konzentrierter zu Werke ging und sich in allen Bereichen steigerte, insbesondere auch in der Feldabwehr einige Kampfbälle für sich entschied, lag man beim 13 : 16 nicht unverdient in Führung. Doch der VfK verstand es zu kontern, zumal sich beim USC einige Schaltpausen einschlichen – 18 : 17. Diese Schaltpausen waren besonders in der engen Endphase des Satzes verhängnisvoll, denn die Berliner verbuchten diese Schlüsselsituationen für sich und gingen nach dem knappen 25 : 23 mit 2 : 1-Sätzen in Führung.

Der enge Spielverlauf konnte aber nicht über die Schwierigkeiten im Angriffsaufbau hinwegtäuschen. Im vierten Satz erwiesen sich diese Probleme beim USC als spielentscheidend, wurde schmerzlich die fehlende Alternative auf der Zuspielposition vermisst. Die Schuld bei Zuspieler Hagemeier abzuladen wäre aber zu einfach. Zu oft wurde er auf Grund der schwachen Ballannahme auch von den dafür zuständigen Schulz, Ziskins und Kliefoth zu ungewollten Sprinteinlagen gezwungen. Die Berliner nahmen die Geschenke natürlich dankend an und waren nach dem Schlusspfiff überglücklich ob der zwei gewonnenen Punkte und dem damit näher gerückten Klassenerhalt. Der USC verbringt das Weihnachtsfest dagegen im Tabellenkeller, wobei die Abstiegszone eigentlich bis Platz vier, dem VfK Südwest mit nur zwei Pluspunkten mehr, geht.

USC : Vogler, Frost, Hagemeier, Ziskins, Noack, Kliefoth, Nahrstedt, Schulz, Beyer, Opitz.