Am 14. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Sachsen-Anhalts trennten sich der gastgebende MSV 90 Preussen und Aufsteiger Oscherslebener SC im Heinrich-Germer-Stadion 1 : 1 unentschieden. André Linzert ( 60 ., Handelfmeter ) traf zur Führung für die Gäste, der junge Tobias Ginter ( 72. ) war für die Gastgeber erfolgreich.

Sudenburg ( smu ). " Sieht man unsere vielen vergebenen Chancen in der zweiten Hälfte, haben wir heute zwei Punkte verschenkt ", erklärte Preussen-Trainer Dirk Hannemann nach der Partie. " Bis zur Gästeführung spielten wir lethargisch, danach hatten wir Möglichkeiten im Minutentakt. "

Damit traf Hannemann den Nagel auf den Kopf. Die erste Halbzeit fand praktisch gar nicht statt. Auf beiden Seiten wurde zwar gekämpft, guter Verbandsligafußball war es keinesfalls, was den Zuschauern in Sudenburg geboten wurde.

Beide Teams spielten viele Fehlpässe, verkrampften immer wieder in der Vorwärtsbewegung. Die Preussen waren optisch überlegen und kamen durch Steve Röhl ( 12. ) und Ginter ( 43. ) zum Abschluss, verfehlten aber jeweils das Tor von OSC-Keeper Deumeland. Bei den Gästen war es ein Freistoß von Thomas Klare, der den Ball in die Nähe des Tores von Preussen-Keeper Robert Sträter brachte ( 33. ).

Hälfte zwei begann ähnlich, bis schließlich Schiedsrichter Peter Kos ( Kütten ) aktiv wurde und ein vermeintliches Handspiel von Alexander Siemke im Strafraum ( der Ball sprang ihm ohne aktive Bewegung an den Oberarm ) bestrafte und auf den Punkt zeigte. Routinier Linzert nahm das Geschenk an und schoss den OSC mit 1 : 0 in Führung ( 60. ). Schade für die Magdeburger, dass Kos auf der anderen Seite, als Christian Rasch einen Schuss von Torsten Kühnast mit der Hand mitnahm, den fälligen Pfiff nicht ertönen ließ.

Der Rückstand war dann aber wie schon vor Wochenfrist beim Spiel in Haldensleben der Weckruf für die Preussen. Die Platzherren drückten die Bodestädter in ihre Hälfte, Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Deumeland, der sich wiederholt auszeichnen konnte. Der OSC-Torwart entschärfte " Hochkaräter " von Bossmann ( 2 ), Kauffmann und Röhl, hatte bei den Schüssen von Knöfler und Siemke Glück, dass diese das Tor knapp verfehlten. Als Ginter in der 72. Minute abzog, hatte der Keeper aber keine Abwehrchance. Unhaltbar schlug das Leder zum 1 : 1 im rechten Dreiangel ein.

Es blieb beim Remis, in einem Spiel, in dem die Preussen viel zu spät aktiv wurden und dadurch den möglichen " Dreier " und somit auch einen besseren Tabellenplatz verschenkten.