Zum letzten Heimspiel des Jahres erwartet der HSC 2000 in der 2. Handball-Bundesliga Nord der Frauen am morgigen Sonntag die BVB Füchse Berlin in der Barleber Mittellandhalle. Anwurf ist um 16 Uhr.

Magdeburg. Obwohl beide Mannschaften am letzten Spieltag punkten konnten, könnten die Vorzeichen vor dem Duell Zehnter gegen Vierter kaum unterschiedlicher sein. Während die Gäste aus der Bundeshauptstadt mit voller Kapelle anreisen, herrscht bei den Magdeburgerinnen heftiger Personalnotstand. Ein Umstand, der es den Bandits am Sonntag sicher nicht einfacher machen wird.

Ausgelassen feierten die HSC-Handballerinnen am vergangenen Wochenende ihren verdienten Auswärtserfolg bei der HSG Stemmer / Friedewalde. Nach einer langen Durststrecke konnten die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz endlich wieder ein Erfolgserlebnis vermelden und so wichtiges Selbstvertrauen vor dem anstehenden Vergleich mit den Gästen aus Berlin tanken. Doch die Freude über den Sieg währte nicht lange, denn im Laufe der Trainingswoche hatten die Bandits nicht nur eine Hiobsbotschaft zu verkraften.

Nachdem sich bereits Anja Schröder im letzten Heimspiel gegen die TSG Wismar eine Daumenverletzung zugezogen hatte, erwischte nun auch noch Josefine Mendler, die sich im Zweikampf den Daumen gebrochen hat. Hinzu kommen die Ausfälle von Nora Hübner sowie Kristin Schüler, die derzeit über Probleme im Sprunggelenk klagt, so dass Trainer Subocz kein etatmäßiger Kreisläufer zur Verfügung steht.

Doch als wäre dies nicht schon genug, steht auch noch hinter Beatrice Vogel ein dickes Fragezeichen, da diese krankheitsbedingt das Bett hütet. Aufgrund der dünnen Personaldecke wird so wohl Nachwuchsspielerin Cindy Degen den Kader der Subocz-Schützlinge verstärken, um wenigstens auf Außen und am Kreis noch eine Alternative aufbieten zu können.

Für das Angriffsspiel der Magdeburgerinnen ist der Ausfall so vieler Spielerinnen natürlich ein enormer Nachteil, allerdings gilt es nun über mannschaftliche Geschlossenheit die personellen Defizite auszugleichen. " Wenn uns etwas in diesem Jahr auszeichnet, dann unser enormer Teamgeist. Gegen die Füchse müssen wir halt alle 150 Prozent geben, um bestehen zu können ", so eine kämpferische Torfrau Pauline Radke vor dem Vergleich mit den Berlinerinnen.

Grund zum Optimismus hat sie auch, denn immerhin spricht die Statistik für die Gastgeberinnen, die trotz sechs Niederlagen immerhin die beste Defensivabteilung der Liga stellen.

Vor dem morgigen Bundesligaspiel findet übigens auch ein interessanter Vergleich der Jugendmannschaften beider Vereine statt.

So treffen die von Manfred Jahn trainierten B-Jugend-Mädels des HSC 2000 zuerst um 10. 30 Uhr in der Sporthalle " Eike von Repgow " ( Draisweg ) auf die Berliner Altersgefährten, ehe es um 13. 30 Uhr in der Barleber Mittellandhalle zu einem zweiten Vergleich beider Teams kommt. Alle Interessierten sind zu den beiden Nachwuchsspielen natürlich herzlich eingeladen.