Am 9. Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga Nord unterlag der Magdeburger FFC beim Tabellennachbarn 1. FC Lok Leipzig trotz des Führungstreffers von Mannschaftskapitän Anne Roeloffs mit 1 : 3 und rutschte auf den sechsten Tabellenplatz ab.

Magdeburg. Schon in der 5. Spielminute ging der Aufsteiger durch einen tollen Kopfballtreffer von Anne Roeloffs nach Voarbeit von Abel und Schuster in Führung. Doch war das bis zur 38. Minute schon alles an Magdeburger Offensivaktionen. Der Ausgleich der Gastgeberinnen ließ hingegen nicht so lange auf sich warten. Josefine Krengel köpfte drei Minuten nach dm 0 : 1 zum Ausgleich in die Maschen.

Safi Nyembo setzte ihren Torschuss in der 10. Minute nach einem schnell ausgeführten Freistoß nur äußerst knapp über das Schult-Gehäuse. Unglücklich, aber sehenswert, köpfte Magdeburgs Stefanie Mücke in der 21. Minute die Hereingabe von Franziska Möttig zum 2 : 1 für die Gastgeberinnen ins eigene Tor. Glänzend reagierte in der 25. Minute Schult, die einen scharfen Schuss von Yvonne Wutzler gerade noch über die Querlatte lenkte. Keine gute Figur machte sie allerdings in der 28. Minute. Der sonst so sichere Magdeburger Rückhalt ließ die scharfe Flanke von Franziska Thieme, die zum Torschuss wurde, durch die Hände rutschen – 3 : 1.

In der 38. Minute erst die zweite Möglichkeit für die keineswegs überzeugende Magdeburger Mannschaft durch einen Freistoß. Leipzigs Keeperin Sandra Schumann, die fast beschäftigungslos blieb, fischte in der 41. Minute den sehr gut getretenen Freistoß von Isabelle Knipp aus 22 Metern sensationell aus dem Winkel. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hätten die Gastgeberinnen bereits für die Vorentscheidung sorgen können, doch trotz eines Angriffs in Überzahl zeigte die junge Lysann Schneider Nerven und scheiterte freistehend an Keeperin Schult.

Das Team der MFFC-Trainer Steffen Rau und Jens Schulze zeigte zwar nach dem Wiederanpfiff eine ansprechendere Leistung, doch reichte diese am Sonntag nicht aus, um die Partie noch zu kippen. Trotz leichter Feldvorteile kam der Aufsteiger zu keiner echten hochkarätigen Torchance. So ging der Drop-Kick von Katja Gabrowitsch ebenso über das Tor ( 50. ), wie der Schuss von Nadine Elsner ( 57. ).

Die Gastgeberinnen schraubten ihre Angriffsbemühungen zurück und beschränkten sich auf das Kontern. SehenswertdieBallan-und -mitnahme von Nyembo nach dem diagonalen Zuspiel, doch hob sie den Ball nicht nur über Keeperin Schult, sondern auch über das Tor ( 67. ).

Die Magdeburgerinnen waren zwar bis zum Ende der Partie um eine Ergebniskorrektur bemüht aber ohne die erforderliche Durchschlagskraft.

Am kommenden Sonntag ist im Heinrich-Germer-Stadion ( Anstoß 11 Uhr ) der Tabellendritte SV Victoria Gersten zu Gast, ehe es am 6. Dezember zum letzten Spiel der Hinrunde zum Zweiten, 1. FFC Turbine Potsdam II, geht.

MFFC : Schult – Abel, Stübing, Mücke, Wohlfahrt ( 46. Elsner ), Träbert ( 69. Berkau ), Roeloffs, Gabrowitsch, Krakowski, Knipp ( 46. Vogelhuber ), Schuster.