Magdeburg ( smu ). Mit einem 3 : 1 ( 2 : 1 ) -Sieg kehrten die Verbandsliga-Kicker des MSV 90 Preussen am späten Samstagnachmittag vom Auswärtsspiel beim gastgebenden Haldensleber SC zurück. Andreas Sommermeyer brachte die Hausherren am 14. Spieltag mit 1 : 0 in Front ( 20. ). Torsten Kühnast ( 26. ), Steve Röhl ( 45. ) sowie Tobias Ginter ( 89. ) drehten das Spiel zu Gunsten der Magdeburger.

Die Partie im Haldensleber Waldstadion begann recht zähflüssig. Der HSC wirkte nach zuletzt vier Niederlagen in Folge verkrampft, wollte unbedingt gewinnen und überdrehte dadurch teilweise, so dass zunächst kaum Spielfluss zu erkennen war. Auch die Preussen zeigten eine nervöse Anfangsphase mit vielen Fehlpässen, Torraumszenen waren Mangelware.

" In den ersten 20 Minuten haben wir nicht richtig ins Spiel gefunden ", umriss Preussen-Trainer Dirk Hannemann den Spielbeginn. Zudem mussten die Magdeburger nach einer Viertelstunde ihren Torhüter Robert Sträter auswechseln, der sich nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Sommermeyer eine Platzwunde an der Lippe zuzog und im Krankenhaus behandelt werden musste. Zudem musste Niels-Oliver Göres dabei Kopf und Kragen riskieren, als er das Leder in letzter Not von der Linie schlug.

Der eingewechselte Christoph Juckelandt war kaum im Spiel, als er nach einem Fehler in seiner Verteidigung schon hinter sich greifen musste. Sommermeyer stand nach einer Flanke von rechts frei am ersten Pfosten und vollendete trocken zur Führung für den HSC ( 20 ).

Dieser Gegentreffer bedeutete die Initialzündung für den Preussen-Motor. Die Gäste übernahmen die Regie, zeigten Kampfgeist und hatten durch Alexander Siemke den ersten " Riesen ", als dieser von der Strafraumgrenze abzog und Wulff im HSC-Tor mit toller Parade noch zur Ecke klärte. Der Ausgleichstreffer durch Kühnast ( 26. ) fiel nach Vorarbeit von Routinier Virginijus Dapkus, der zuvor nur den Pfosten traf. Den Abpraller verwandelte Kühnast reaktionsschnell - 1 : 1.

Auch das zweite Tor für die Landeshauptstädter bereitete Dapkus vor. Seine genaue Flanke verwandelte Röhl mit links per Direktabnahme zur Führung ( 45. ). Zuvor hatten Sebastian Bossmann ( 30. ) und Röhl ( 38. ) weitere gute Möglichkeiten, verfehlten aber jeweils das Tor knapp.

Hälfte Zwei begann mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten, ehe Dapkus mit einem Kopfball an das Außennetz das erste Achtungszeichen setzte ( 68. ) und ein straffer Schuss von Siemke knapp über das Tor strich ( 72. ). Haldensleben gab sich zwar nicht auf, baute Druck auf, agierte aber zu ideenlos, um wirklich Torgefahr auszustrahlen. Lang geschlagene Bälle klärte die Preussen-Verteidigung oder wurden zur sicheren Beute von Juckelandt.

Der MSV setzte ein ums andere Mal gefährliche Konter. Röhl hätte in der 75. Minute nach so einem Gegenstoß schon alles klar machen können, scheiterte dann aber, nachdem er von Ginter in Szene gesetzt wurde und an der Strafraumgrenze zum Schuss kam, am gut reagierenden Wulff.

Der 18-jährige Ginter, der vor kurzem von der Reservemannschaft der Preussen von Hannemann in den Trainingskader des Verbandsligateams geholt wurde, setzte zwei Minuten vor Ultimo den Schlusspunkt in dieser Partie. Nach toller Vorarbeit von Röhl traf er mit links zum 3 : 1-Endstand.

" Nach dem Rückstand hat meine Truppe Moral gezeigt und wie schon in Stendal durch Kampfgeist und Siegeswillen das Spiel umgebogen ", gab der zufrieden wirkende Preussen-Coach Hannemann nach dem Schlusspfiff zu Protokoll.