Einen wahrhaftigen Krimi erlebten am Sonntag die Zuschauer der Handballpartie HSC 2000 Magdeburg gegen die TSG Wismar in der Barleber Mittellandhalle. Nach 60 packenden Minuten hieß es schlussendlich 27 : 27 ( 12 : 18 ), wobei vor allem die Schlussphase der Zweitligabegegnung kaum mehr an Spannung zu überbieten war.

Barleben. Zwar starteten die Gastgeberinnen erneut äußerst schlecht und hatten zwischenzeitlich sogar neun Tore aufzuholen, bewiesen im zweiten Durchgang aber eine tolle Moral und erkämpften sich so nach zuletzt drei Niederlagen in Folge verdient einen Punkt.

Den besseren Start konnten die Gastgeberinnen zumindest für sich verzeichnen. Zwar bekamen die Gäste aus Wismar im ersten Angriff gleich einen Sieben-Meter zugesprochen, diesen konnte Anne Hofmeister im Gehäuse der Bandits jedoch gekonnt parieren. Im Gegenzug bewies Anne Hubinger ebenfalls vom Siebenmeter-Punkt, dass sie stärkere Nerven hat und brachte so ihre Bandits mit 1 : 0 ( 2. ) in Front. Dem vorausgegangen war ein Foul an Anja Schröder, die sich dabei an der Hand verletzte und für den weiteren Spielverlauf ausschied. Danach war es mit der Herrlichkeit bei den Elbestädterinnen jedoch auch schon vorbei und es spielten nur noch die TSG-Damen.

Bezeichnend für die Leistung der Bandits war, dass Steffi Wysinski nach 13 Spielminuten das erste Feldtor der Subocz-Sieben zum 3 : 9 gelang. Doch auch dies brachte bei den SGDamen keinen frischen Wind ins Spiel, so dass Wismar durch Kollecker beim 5 : 14 sogar erstmals mit neun Toren in Führung ging. Doch zum Glück wurden nun auch die Gäste zunehmend unkonzentriert, so dass zwei Treffer von Franziska Bartl sowie Tore von Yvonne Sachse und Kristin Schüler den HSC 2000 beim 9 : 15 ( 24. ) wieder etwas auf Tuchfühlung brachten. Bis zum Halbzeitstand von 12 : 18 blieb es bei dieser Sechs-Tore-Führung für die Hansestädterinnen.

Mit Hereinnahme von Beatrice Vogel wurde der Positionsangriff der Gastgeberinnen nach der Pause spürbar besser. Dank eines Dreierpacks von Vogel, sowie weiteren Treffern von Jasmin Maue und Veronika Bange konnten die Bandits bis zum 17 : 21 ( 39. ) auf vier Tore verkürzen. Doch nicht nur spielerisch sah es bei den Elbestädterinnen in der Folgezeit besser aus, auch der Einsatz und die Aggressivität in der Abwehr zeigten sich deutlich verbessert.

Einziges Manko blieb die mangelhafte Chancenverwertung. Die zunehmend schwindenden Kräfte der Bandits nutzten die Gäste, um beim 20 : 26 ( 50. ) wieder auf sechs Tore davon zu ziehgen. Doch Vogel sowie jeweils einem Doppelpack von Hubinger und Maue brachten den HSC auf 26 : 27 heran ( 59. ). Nachdem Torfrau Pauline Radke parierte, erzielte Hubinger im Gegenzug 30 Sekunden vor dem Schlusszeichen eiskalt den 27 : 27-Ausgleich, vermasselte der TSG den ersten Auswärtssieg seit zweieinhalb Jahren.

HSC 2000 : Hofmeister, Radke – Vogel 6, Hubinger 6 / 3, Sachse 5, Maue 4 / 3, Bartl 3, Wysinski 1, Schüler 1, Bange 1, Mendler, Schröder, Hartmann.