Magdeburg. Mit der offiziellen Anerkennung des DFB als "Eliteschule des Fußballs" gehört Magdeburg nun zu den 26 ausgewählten Städten in Deutschland, denen die Vernetzung aus Nachwuchs-Leistungszentrum und Sportschulen perfekt gelungen ist.

Im Rahmen einer Feierstunde im Businessclub der MDCCArena hob DFB-Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer die hervorragenden Bedingungen hervor, die letztlich dafür gesorgt hätten, beim DFB diesbezüglich einen Sonderantrag stellen zu können.

Der Beigeordnete Rüdiger Koch bekräftigte, dass man aufgrund der besonderen Infrastruktur "zu den Top 10 in Deutschland" gehöre.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper bezifferte die Investitionen in Sportanlagen seit 1997 auf rund 80 Millionen Euro. Und weitere Projekte seien geplant bzw. schon in Angriff genommen.

Frank Engel, der die nunmehr insgesamt 26 Eliteschulen des Fußballs für den DFB koordiniert, betonte, dass das zweigleisige Verbundsystem aus Schule und Sport die einzige Einrichtung sei, die zum Erfolg führt.

Zuvor hatten mit Torhüter Christian Beer und Außenverteidiger Marcel Probst zwei aktuelle Spieler des Regionalligisten 1. FC Magdeburg von den Erfahrungen aus ihrer Schulzeit berichtet.

Weil aber Sachsen-Anhalt weiterhin das einzige Bundesland ist, das nicht einmal über einen Drittligisten verfügt, wurden gestern auch kritische Töne laut. "Was wir geschaffen haben, ist bemerkenswert. Jetzt geht es aber darum, dass sich endlich auch der sportliche Erfolg dazugesellt", mahnte Trümper an und nannte sogleich ein aktuelles Beispiel: "Ich habe das 1:1 des FCM in Chemnitz im Fernsehen verfolgt. Mit ein wenig mehr Cleverness kann man ein solches Spiel auch 2:1 gewinnen." Und: "Wir sollten nicht mehr nur darüber reden, sondern endlich aufsteigen!"

Auch Moldenhauer bedauerte ausdrücklich, "dass der FCM, bei dem ich seit nunmehr 53 Jahren Mitglied bin, es als einziger Eliteclub im Osten noch immer nicht geschafft hat, in der ersten oder zweiten Liga zu spielen."