Magdeburg. In der vergangenen Woche enttäuschten die BSV-Männer beim 29 : 38 in Calbe maßlos, reisten mit dieser Last nach Staßfurt. Dem Regionalliga-Absteiger und aktuellen Tabellenführer begegneten die Neu Olvenstedter über weite Strecken auf Augenhöhe. Zwei starke Phasen der Gastgeber kurz nach der Pause und in der Schlussviertelstunde reichten aber aus, um den BSV mit einer 22 : 32 ( 11 : 15 ) -Schlappe nach Hause zu schicken. Besonders deutlich wurde, dass momentan das kreative Element im BSVSpiel fehlt.

Mit dem Publikum im Rücken begannen die Hausherren druckvoll und legten stets vor. In der Anfangsphase tat sich der BSV noch schwer und fand nicht gleich die Lücken in der HV-Abwehr. So wuchs der Rückstand beim 3 : 6 aus BSV-Sicht bereits auf 3 Treffer an. Die Gäste stießen nicht in die Tiefenräume, so dass die gegnerische Deckung selten in Bewegung kam. Deshalb versuchte der BSV in der Folge über Zweikämpfe die nötigen Freiräume zu schaffen, kam fortan zu Tempogegenstößen. Jedoch nutzte man diese selten konsequent genug aus und ließ somit etliche Einwurfmöglichkeiten verstreichen.

Im Gegenzug war das Rückzugsverhalten des BSV viel zu zaghaft, so dass Staßfurt seine Konterchancen in Treffer ummünzen konnte. Über die Zwischenstände 9 : 7, 11 : 9 und 13 : 11 blieb die Partie spannend. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nutzten die Gastgeber mehrere Unkonzentriertheiten des BSV zum 15 : 11-Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff ging erstmal nichts mehr beim BSV. Im Angriff vertändelte man die Bälle oder schloss wiederholt unvorbereitet ab. So wuchs der Rückstand vorentscheidend auf acht Tore ( 20 : 12 ) an. Jedoch gab sich die Mannschaft um das Trainergespann Eckstein / Lantzsch noch nicht auf. Mit energischem Einsatz in der Abwehr kam man nun zu Ballgewinnen und stärkte damit das angeschlagene Selbstvertrauen.

Über die schnellen Angriffe konnte man den Abstand schrittweise verkürzen. Da der BSV beim 23 : 18 zwischenzeitlich auf fünf Tore herankam und immer mehr Aufwind erhielt, nahm Staßfurt nach etwa 45 Minuten eine Auszeit. Diese verfehlte ihre Wirkung nicht, denn die Gäste hatten prompt ihren Spielfaden verloren. Erneut fiel der BSV in das alte Muster zurück und ließ die eben gewonnene Sicherheit in den Aktionen wieder vermissen. Zudem fehlte nun oftmals das Glück beim Abschluss. So betrug der Abstand beim 27 : 19 nach einigen Gegenstößen wieder acht Tore und die endgültige Entscheidung war gefallen.

BSV 93 : Ch. Fredow, F. Fredow – Bade 6 / 1, Berger, Heinicke, B. Hoffmann 1, M. Hoffmann, Kamm 6, Koch, Pethe 1, Rehländer 2, Thiele 4, Zengerling 2.