Magdeburg ( ckr ). Wie gewonnen, so zerronnen. Nachdem sich die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 am Sonntag eindrucksvoll gegen die TSG Wismar zurück ins Spiel gekämpft hatten und einen Neun-Tore-Rückstand in ein 27 : 27-Unentschieden umbiegen konnten, folgte gestern die Hiobsnachricht. Der hart erkämpfte Punkt aus der Begegnung gegen die Hansestädterinnen wurde den Bandits nachträglich aberkannt. Grund dafür ist der Einsatz der nicht spielberechtigten Beatrice Vogel.

Laut Paragraph 66 der DHBSpielordnung müssen alle Bundesligaspielerinnen während der Meisterschafts- und Pokalrunde in Besitz einer gültigen Spielberechtigung mit vertraglicher Bindung sein. Diese spezielle Spielberechtigung ist grundsätzlich erst bei Volljährigkeit der Spielerinnen möglich. Spielerinnen mit Spielberechtigung ohne vertragliche Bindung können somit maximal zwei Spiele im Bundesligabereich absolvieren. Im aktuellen Fall wurde Beatrice Vogel gegen Wismar im dritten Meisterschaftsspiel eingesetzt, so dass hier gegen den Paragraphen 66 verstoßen wurde, was ein Punkteverlust als Konsequenz nach sich zieht.

" Das Versäumnis in diesem speziellen Fall liegt eindeutig bei uns Verantwortlichen. Gerade nachdem sich unsere Damen mit ihrem tollen Einsatz einen Punkt wahrhaftig verdient hatten, ist so eine Niederlage am grünen Tisch natürlich doppelt ärgerlich. Leider ist der Punkt jetzt weg, so dass wir in den nächsten Spielen diesen Verlust wieder wettmachen müssen ", äußerte sich Vereinsvorsitzender Oleg Kastner nach dem Bekanntwerden des Punktabzugs kämpferisch.

Für die Elbestädterinnen hat die Niederlage am Grünen Tisch neben dem moralischen Aspekt vor allem auch Auswirkungen in der Tabelle. Bedingt durch Punktabzug rutschen die Subocz-Schützlinge nun auf den vorletzten Tabellenplatz und haben am kommenden Samstag beim Gastspiel in Minden ein echtes Schlüsselspiel gegen den Tabellennachbar von der HSG Stemmer / Friedewalde.