In der Handball-Oberliga der Frauen gab es für die Magdeburger Vertreter, TuS 1860 und HSC 2000 II, vor dem bevorstehenden Stadtderby zwei Siege. TuS Neustadt setzte sich mit 26 : 16 gegen Aufsteiger SV Oebisfelde durch. Die zweite des HSC 2000 siegte bei Union Halle-Neustadt III mit 31 : 30.

TuS Neustadt – SV Oebisfelde 26 : 16

( ded ). Spät, aber nicht zu spät, sind die Oberliga-Handballerinnen des TuS 1860 Neustadt im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Oebisfelde aufgewacht. Obwohl man in der 46. Spielminute nur mit einem Treffer führte und um den Sieg bangen musste, stand am Ende ein in dieser Höhe überraschender 26 : 16 ( 9 : 8 ) -Erfolg. Damit hat sich TuS auch ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib gesichert.

TuS erarbeitete sich bis zur 23. Minute eine eigentlich komfortable 9 : 5-Führung. Doch auch diese gab der Mannschaft nicht die notwendige Ruhe. Wie über weite Teile der ersten Hälfte spielte man in den letzten Minuten vor der Pause im Angriff zu hektisch. Die Folge waren zahlreiche Abspielfehler und viele Fehlwürfe. Oebisfelde nutzte dies, um bis zum Halbzeitpfiff auf 9 : 8 zu verkürzen.

Bis zur 46. Spielminute änderte sich am knappen Spielstand wenig. TuS führte zwar immer, verstand es aber nicht, sich abzusetzen. Doch mit ihrem Rückraumhammer zum 15 : 13 läutete Jessica Kirsten, die mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin auf Seiten des Gastgebers war, die Schlussoffensive ein. TuS erspielte sich innerhalb von wenigen Minuten den entscheidenden Vorteil. Helbig und Jura, beide fünfmal im Spiel erfolgreich, erhöhten auf 20 : 15. Oebisfelde war konditionell angeschlagen und schwächte sich durch viele Zeitstrafen selbst.

Die Neustädterinnen, die weiterhin nicht überragend spielten, besaßen jedoch die Klasse, die gegnerischen Schwächen konsequent zu nutzen. In den letzten 10 Minuten ließ man nur noch einen Treffer des Aufsteigers zu. Im Angriff nutzte der Gastgeber Überzahlsituationen und baute die Führung weiter aus. Nachdem der SVO noch einmal auf 21 : 16 verkürzte, stellten Viehweg, Jura ( 2 ), Kirsten und Haegebarth mit fünf Toren in Folge den Endstand her.

TuS : Kuhnert – Haberland 1, Kirsten 6 / 1, S. Kietz 2 / 1, Jura 5, Schulz 2, Helbig 5, Hugk, Jahns 1, Haegebarth 1, Viehweg 3.

Union Halle-Neust. III – HSC 2000 II 30 : 31

( jae ). Bereits am vergangenen Freitag gewann die 2. Vertretung des HSC 2000 ihr Auswärtsspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt III knapp, aber verdient mit 30 : 31 ( 21 : 16 ). Dank einer starken Deckungsleistung in der 2. Halbzeit und geduldig vorgetragen Angriffen drehte man einen Sieben-Tore-Rückstand kurz nach der Pause noch in einen viel umjubelten Auswärtssieg im kleinen Landesderby !

Das Spiel begann wie erwartet. Halle nutzte die eklatanten Fehler der jungen Banditen gnadenlos aus und ging schnell mit 9 : 4 in Führung. Nach einer Auszeit wurden die Fehler nicht unbedingt minimiert, aber klappte das Rückzugsverhalten nun wesentlich besser. So verkürzte die HSC-Zweite auf 9 : 8. Doch Halle setzte sich wieder auf drei Tore ( 16 : 13 ) ab. Aber erneut schafften die Stadtfelderinnen beim 17 : 16 den Anschluss.

Doch die ständige Aufholjagd schien nun zu viel Kraft gekostet zu haben und Halle überrannte den Gegner in den letzten zwei Minuten der 1. Halbzeit förmlich und ging mit einer sicheren Führung ( 21 : 16 ) in die Kabinen.

Auch der Beginn der zweiten Halbzeit versprach erst einmal nichts Gutes. Grausame Fehler ermöglichten dem Gastgeber, über einfache Tore den Vorsprung weiter auszubauen ( 23 : 16 ). Doch endlich bäumte sich die HSC-Sieben auf und versuchte, ihr Spiel konsequent umzusetzen. Über einen hohen Kampfgeist und einer dementsprechend starken Deckungsleistung fanden die Elbestädterinnen zurück ins Spiel.

Entscheidend für die Steigerung der Gäste waren drei Akteure. Tina Müller und Cindy Degen sorgten im Angriff auf den Rückraumpositionen für sehr viel Torgefahr und Kim-Christin Burmester bot in der Abwehr als vorgezogene Spielerin eine starke Leistung und belohnte sich auch noch mit fünf Treffern. Beim 26 : 21 lagen die Hallenserinnen das letzte Mal mit fünf Toren in Front. Nur kurze Zeit später schaffte die Bundesligareserve auch dank einer erneut klug Regie führenden Ann-Sophie Meissner der 26 : 26-Ausgleichstreffer. Beim 27 : 28 durch Degen ging der HSC das erste Mal in Führung und baute diese auf 28 : 31 aus. Die letzten zwei Tore des Gegners waren dann nur Ergebniskosmetik.

HSC 2000 II : Mracek – Kracht 1, Burmester 5, Degen 8, Meissner 1, Sellaoui 2, Garz 2, Brademann ( 1 ), Nösel 1, Lampe 2, Müller 8.