Im Duell zweier Stadtligisten konnte sich die zweite Mannschaft der SG Handwerk in der 2. Runde des Fußball-Stadtpokales bei den Roten Sternen mit 7 : 6 nach Elfmeterschießen durchsetzen. Ronny Kryk hatte die Gäste in der 70. Minute in Führung gebracht, ehe Oliver Seidel nur vier Minuten später für den Ausgleich sorgte, der über die reguläre Spielzeit und die Verlängerung Bestand hatte.

Leipziger Straße. Die Entscheidung per Elfmeterschießen ist fast immer eine Glückslotterie. Diese alte Fußball-Binsenweisheit bemühte auch Sterne-Coach Alexander Daul nach der Partie. Der Tabellenzweite der Stadtliga verabschiedete sich jedoch erhobenen Hauptes aus dem Pokal-Wettbewerb, denn gegen die " Handwerker " war die Daul-Elf zumindest das Team, welches über die besseren Möglichkeiten verfügte.

Bei Dauerregen hatten beide Mannschaften Probleme, wirklich zielstrebig ins Spiel zu fi nden. In den Reihen der Gäste fanden sich einige Akteure, die das spielfreie Wochenende der ersten Mannschaft für die Spielpraxis nutzen wollten.

Dennoch starteten die Platzherren besser in die Partie und kamen zu ersten Gelegenheiten. Zählbares wollte jedoch lange Zeit nichts herauskommen, denn Unkonzentriertheiten vor dem gegnerischen Tor sowie die Schlussmänner René Bartsch ( Sterne ) und René Schröter ( Handwerk II ) hatten ihre Sache im Griff.

Auch bis in die zweite Hälfte hinein schienen die Roten Sterne das Spiel im Griff zu haben und dem Führungstreffer näher zu sein. Doch in der 70. Minute setzte sich Mario Luft auf der linken Seite durch und fand mit seiner Flanke den Kopf von Kryk. Die überraschende Gästeführung schockte die Gastgeber jedoch nicht. Seidel nahm sich nur vier Minuten später aus 20 Metern ein Herz und traf, den Ball durch Freund und Feind im Strafraum jagend, zum Ausgleich in die untere Ecke ( 74. ).

Dieses Ergebnis hielt bis zum Schlusspfiff an, so dass beide Teams in die Verlängerung mussten. Hier waren ebenfalls die Sterne am Drücker. Jan Schumann hob den Ball zwar über Schröter, jedoch auch knapp am Handwerk-Kasten vorbei. Die größte Chance hatte jedoch Daniel Goldgräbe in der 120. Minute. Aus Kurzdistanz scheiterte der Sterne-Stürmer zunächst an Schröter, der jedoch nur abklatschen konnte. Den Nachschuss auf das leere Tor grätschte " Handwerker " Jeffrey Knoche kurz vor der Linie ins Aus.

Somit musste also das Elfmeterschießen über den Einzug in das Viertelfi nale entscheiden. Und in diesem zeigten zunächst beide Mannschaften souveräne Leistungen, denn die Torhüter kamen noch nicht einmal in die Nähe des Balles. Nachdem jeweils fünf Schützen verwandelt hatten, schoss Goldgräbe über das Handwerk-Gehäuse. Nun legte sich der eingewechselte Dirk Schneege den Ball zurecht und brachte seine Handwerk-Reserve mit dem zwölften Elfmeter eine Runde weiter.

Roter Stern : Bartsch – In der Au, Kiefer, Bendler, Goldgräbe, Seidel, Lieske, Ostwald, Schimmelpfennig, Schumann, Röhlinger ( 115. Hoffmeister ).

SG Handwerk II : Schröter – Hein, Marschke, Knoche, Engelmann, Welsch ( 78. Schneege ), Kohnert, Hauer, Benzner ( 109. Felsche ), Kryk, Randel ( 61. Luft )