Magdeburgs Vertreter in der Fußball-Verbandsliga stehen am kommenden Wochenende vor zwei reizvollen Aufgaben. Zunächst kommt es am Sonnabend auf dem Gelände der MDCC-Arena zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellenvierten 1. FC Magdeburg II und Spitzenreiter SG Union Sandersdorf. Einen Tag später trifft der MSV 90 Preussen im Stendaler Hölzchen auf Gastgeber 1. FC Lok Stendal. Anstoß ist jeweils um 14 Uhr.

Magdeburg. Nach Stand gestern Nachmittag wird die Begegnung zwischen der Club-Reserve und Sandersdorf auf dem Rasenplatz neben der MDCC-Arena, dem sogenannten Platz zwei, ausgetragen. " Nur wenn es stark regnen sollte, müssen wir auf den Kunstrasen ausweichen ", so FCM-II-Trainer Mario Middendorf. Doch dies sollte für die Gäste kein Nachteil sein, da sie ebenfalls über einen solchen Platz verfügen.

" Es ist nicht günstig, wenn man nach fünf Wochen Spielpause gleich auf den Spitzenreiter trifft. Meine Spieler sind zwar heiß, doch der Gast steht voll im Saft ", so Middendorf auf die Ausgangslage.

Trotzdem gibt man sich bei den Blau-Weißen, die ihr letztes Pflichtspiel am 30. September zu Hause gegen den HFC II ( 3 : 1 ) bestritten, optimistisch. " Wenn wir schnell in unser Spiel finden, können wir auch gegen Sandersdorf erfolgreich bestehen ", so Middendorf, der aus seinem Kader auf Tietz ( Zerrung ) definitiv verzichten muss. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Osterland.

Wer aus der ersten Mannschaft runter kommt, entscheidet sich heute Abend nach dem Abschlussspiel. " Da die Jungs aber einige Personalprobleme haben und bereits am Sonnabend nach Chemnitz aufbrechen, rechne ich mit Bartsch und Instenberg. "

Ein immer wieder reizvolles, weil in der Vergangenheit rassiges und zweikampfstarkes Spiel, steht mit der Begegnung 1. FC Lok Stendal gegen die Preussen am Sonntag auf dem Plan des 12. Verbandsliga-Spieltages.

Die Lok-Kicker mussten zwar zuletzt in Magdeburg mit 0 : 6 und 1 : 6 zwei deftige Klatschen einstecken. Im Hölzchen blieben sie aber in den letzten sechs Begegnungen ohne Niederlage. Nur in drei Aufeinandertreffen konnten die Preussen jeweils einen Punkt mit nach Hause nehmen.

Nach den zwei Negativerlebnissen zuletzt mit dem Aus im Landespokal und der 0 : 3-Heimniederlage gegen Wolfen " müssen wir jetzt mal wieder ein positives Ergebnis erzielen ", so Preussen-Coach Dirk Hannemann. Der Trainer appelliert an sein Team : " In einer solch schweren Zeit muss jeder Akteur mindestens hundert Prozent Leistung abrufen. Ansonsten kommt man aus diesem Loch nicht raus. " Zwar haben die Sudenburger gegenwärtig einige angeschlagene Akteure, " doch bis Sonntag ist ja noch ein bisschen Zeit ", so der Coach, der mit einem Punkt in Stendal zufrieden wäre, weiter.