In der Volleyball-Regionalliga der Männer unterlag der USC Magdeburg am vergangenen Sonnabend in eigener Halle dem Favoriten vom USV Potsdam klar und deutlich mit 0 : 3 ( -23, -19, -22 ). So blieb in diesem Jahr die Überraschung aus und der Gast konnte beide Punkte mit an die Havel nehmen. Trotzdem, so überlegen, wie es das reine Satzergebnis ausdrückt, war der Favorit nicht.

Alte Neustadt ( hoe ). Vor dem Spiel mussten die Verantwortlichen des USC gleich drei schlechte Nachrichten verkraften. Nacheinander sagten Thomas Maßel, Thomas Noack ( beide mit Infekt ) sowie Hendrik Kliefoth ihre Teilnahme am Spiel ab. Kliefoth hatte sich zwar noch versucht warm zu spielen, aber sein operierter rechter Ellenbogen " verweigerte " die Mitarbeit.

Trotzdem begannen die Magdeburger erstaunlich selbstbewusst und boten dem USV-Sechser sehr gut Paroli, setzten den Favoriten immer wieder unter Druck. Im Gegensatz zum vergangenen Spiel funktionierte die Annahme sehr gut, so dass sich dementsprechend auch der Angriff, allen voran die Außen Nahrstedt und Ziskins, immer wieder gut in Szene setzen konnte. Da auch Stefan Meineke im Schnellangriff und Michael Frost im Mittelblock erfolgreich punkteten, war der USC nach ausgeglichenem Spiel beim 22 : 20 sogar am Drücker, verpasste aber die entscheidenden Möglichkeiten zum Satzgewinn.

Die Potsdamer agierten trotz des Rückstandes ruhig und abgeklärt, nutzten ihrerseits dann auch die " Wackler " der Gastgeber zur 1 : 0-Satzführung. Im Prinzip verliefen auch die beiden anderen Sätze ähnlich. Der USC spielte gut mit, in den entscheidenden Phasen war man aber nicht konstant genug, um die Gäste zu gefährden. " Im letzten Spiel hätten wir mit solch einer Leistung sicher beide Punkte eingefahren. Gegen den Ligafavoriten muss man aber die sich bietenden Möglichkeiten cleverer und vor allem häufiger nutzen ", trauerte Co-Trainer Krafczyk etwas den verpassten Möglichkeiten hinterher.

Insgesamt konstatierten die Magdeburger aber eine Leistungssteigerung in den einzelnen Elementen, lediglich einige taktische Undiszipliniertheiten in der Feldabwehr ließen beim Trainer " die Halsschlagader anschwellen ". Die spielerische Steigerung lässt jedenfalls für die kommenden Spiele mehr erhoffen, wenn dann vielleicht auch mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen.

USC : Beyer, Frost, Hagemeier, Meineke, Nahrstedt, Opitz, Schulz, Ziskins.