Magdeburg ( smu ). Die 2. Hauptrunde des Fußball-Landespokales war in der laufenden Saison die letzte Station in diesem Wettbewerb für die Verbandsliga-Kicker des MSV 90 Preussen. Erst im Elfmeterschießen mussten sich die Lemsdorfer dem Ligakontrahenten und derzeitigen Tabellenführer Union Sandersdorf mit 3 : 5 geschlagen geben.

Während alle Sandersdorfer Schützen trafen, scheiterte auf Magdeburger Seite Kapitän Stefan Mensch am Union-Keeper Christian Bölke. Der Schlussmann der Hausherren war es auch, der es überhaupt erst möglich machte, dass es zur Entscheidung vom Punkt kam. Immer wieder hielt er in der offiziellen Spielzeit und auch der Verlängerung mit glänzenden Paraden seinen Kasten sauber, war zusammen mit Verteidiger Andreas Trummel bester Mann auf Seiten von Union. Beide machten klare Möglichkeit der Preussen zunichte.

Genau dieses Auslassen von klaren Möglichkeiten ist wohl im Augenblick das große Problem bei den Preussen. Sie waren im Sandersdorfer Stadion, dessen Rasenfl äche wiedereinmal einem Teppich glich, ab der zweiten Hälfte das bessere Team, konnten aber keinen Nutzen aus dieser Situation ziehen. So bescheinigte auch Trainer Dirk Hannemann seinen Schützlingen eine gute Leistung, bis auf die Chancenverwertung.

" Spielerisch und taktisch kann ich meiner Truppe keinen Vorwurf machen. Wir standen hinten sicher, haben bis auf zwei Chancen in der ersten Hälfte nichts zugelassen, aber dann in der Offensive viel ausgelassen. " Auch sein Gegenüber Olaf Schaller sah es ähnlich. " Es war eine temposcharfe und gute Partie beider Teams, wobei die Preussen mit zunehmender Spieldauer immer besser wurden. "

Bemerkenswert war bei den Gästen die von Hannemann angesprochene, gute Defensivleistung des gesamten Teams. Zwar musste der Trainer diesmal auf Verteidiger Kevin Knöfler verzichten, der noch an einer Verletzung aus dem Punktspiel gegen Bernburg vor Wochenfrist laboriert, trotzdem brannte hinten nichts an, da auch alle anderen Mannschaftsteile gut arbeiteten und einer dem anderen half. So brauchte Keeper Robert Sträter kaum eingreifen. " Nach der Pause kam kein Ball mehr auf mein Tor ", gab Sträter nach dem Spiel zu Protokoll. " Beim Elfmeterschießen war nichts zu machen, alle Bälle kamen scharf und platziert. "

Im Kampf um Punkte sind die Preussen erst wieder am 24. Oktober zu sehen. Dann treffen sie um 14 Uhr, nachdem sie in der nächsten Woche spielfrei sind, im Heinrich-Germer-Stadion auf den FC Grün-Weiß Wolfen.