Magdeburg ( hoe ). Die Regionalliga-Volleyballer des USC feierten am Wochenende mit dem 3 : 2 ( 21, 15, -22, - 22, -8 ) beim VC Bad Dürrenberg / Spergau II ihren ersten Saisonsieg.

Eigentlich war das Spiel schon abgehakt. Nach 0 : 2-Satzrückstand und 2 : 8 im dritten Durchgang schienen die Gäste auch im fünften Spiel in Folge dem Gegner die Punkte zu überlassen. Insbesondere die Art und Weise des Spielverlaufs bis dahin war überaus deprimierend. Viele technische Fehler und wenig kämpferisches Aufbegehren der Magdeburger gestatteten den souverän aufspielenden Gastgebern immer wieder leichte Punkte, zumal die erstligaerfahrenen Führungsspieler Knopf und Roscher sowie Nachwuchstalent Ahne über die Außenpositionen im Angriff kaum Fehler machten und auch in der Feldabwehr sehr sicher standen. Außerdem hatten sie mit dem 2, 03 m großen Mittelmann Collin ein deutliches Übergewicht im Schnellangriff.

Nach dem deutlichen 25 : 15 im zweiten Satz und der anschließenden 9 : 3-Führung waren die Gastgeber dann offensichtlich davon überzeugt, den Sieg in der Tasche zu haben und wechselten ihren Stammzuspieler sowie den bis dahin besten Punktesammler, Knopf, gegen zwei Nachwuchsleute aus. Unfreiwillig leiteten sie damit die Wende im Spiel ein.

Als hätte jemand einen Schalter umgelegt, spielten die Magdeburger plötzlich viel aggressiver, verkürzten Punkt um Punkt und drehten nach dem 12 : 15 den Rückstand in eine 17 : 15-Führung, ließen sich auch durch den Rückwechsel der Spergauer Stammspieler nicht mehr beeindrucken. Selbst als die Gastgeber einen 17 : 21-Rückstand auf 20 : 21 reduzierten, agierte der USC überaus abgeklärt und zog den VC-Angreifern meist durch den gut positionierten Block " den Zahn " - 25 : 22.

Da man sich auch in dem nun folgenden offenen Schlagabtausch im vierten Durchgang nicht mehr " die Butter vom Brot " nehmen ließ, musste also der Tiebreak entscheiden. Bis zum 8 : 7 für die Gäste setzte sich dieser Schlagabtausch auch im Entscheidungssatz fort.

Mit einer überaus starken Blockleistung ließen die Magdeburger nach dem letzten Seitenwechsel jetzt aber gar nichts mehr " anbrennen ", gestatteten dem Gegner nur noch einen mageren Punkt – Riesenjubel nach dem 15 : 8 und auch noch etwas Ungläubigkeit über das so eben Erreichte.

Dieser Sieg ändert zwar zunächst nichts am Tabellenplatz, war aber besonders wichtig für die Psyche der Elbestädter, zumal zu Beginn des dritten Satzes niemand in der Halle auch nur noch einen Pfifferling auf den USC gewettet hätte.

" Besonders wichtig war auch, dass wir in den engen Phasen zum Ende des dritten und im vierten Satz sowie beim letzten Seitenwechsel voll dagegen gehalten und die Punkte gemacht haben ", nennt USC-Trainer Oelze die Schlüsselszenen dieses nervenaufreibenden Spiels.

USC : Beyer, Frost, Hagemeier, Kliefoth, Meineke, Noack, Opitz, Schulz, Vogler, Ziskins