Am 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga Nord setzte sich Aufsteiger Magdeburger FFC am Sonntag im Heinrich-Germer-Stadion gegen den FSV Gütersloh 09 klar und deutlich mit 4 : 0 ( 3 : 0 ) durch. Die Treffer vor 200 begeisterten Fans erzielten Melissa Krakowski ( 6 ., 35. ), Dania Schuster ( 12. ) und Melanie Vogelhuber ( 90. ). Damit ist der MFFC nach 180 gespielten Minuten noch ohne Gegentor und Verlustpunkt.

Sudenburg. Am 2. Spieltag der noch jungen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga Nord der Frauen spielte der Liganeuling gegen den FSV Gütersloh im ersten Heimspiel von Beginn an forsch nach vorn. Ernsthafte Torgefahr kam in der 4. Minute nach schnellem Kurzpassspiel durch den Gast auf. Doch der Schuss von Ex-Nationalspielerin Kerstin Stegemann ging weit neben das Tor.

Die Antwort des MFFC ließ nicht lange auf sich warten, denn Krakowski köpfte eine Köbernik-Flanke zur vielumjubelten 1 : 0-F ührung in die Maschen des Gütersloher Tores ( 6. ). Nur sechs Minuten später war es nach einem Stübing-Freistoß wiederum ein Kopfball, der diesmal durch Dania Schuster zum 2 : 0 führte ( 12. ).

Die Gäste schienen von der offensiven Spielweise wohl überrascht, stellten um. Doch kamen die Magdeburgerinnen nun nur nach Freistößen zu weiteren sehr guten Möglichkeiten. Zunächst setzte die 15-jährige Isabelle Knipp ihren Freistoß aus halbrechter Position knapp am langen Pfosten vorbei ( 18. ). Dann traf Jofi e Stübing wieder einmal mit einem Standard aus gut 30 Metern die Querlatte ( 20. ).

Nach einer guten halben Stunde waren erstmals die Refl exe von MFFC-Keeperin Schult gefragt, die einen Schuss aus spitzem Winkel klärte ( 30. ). Vier Minuten später hielt Schult den Schuss der agilsten und torgefährlichsten Gütersloherin, Brigitta Schmücker.

In diese Gäste-Bemühungen hinein erzielte Krakowski mit ihrem zweiten Treffer den 3 : 0-Pausenstand ( 35. ). Vorausgegangen war ein sehenswerter Angriff : Schuster überlief einfach die zwischenzeitlich umgestellte Gütersloher Viererkette und legte mit Übersicht auf Krakowski quer, die wenig Mühe hatte, den Ball einzuschieben.

In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste mit dem Ex-Magdeburger Oberliga-Spieler Heiko Bonan als Trainer deutlich mehr vom Spiel. Vor allem die eingewechselte Rebecca Granz sorgte in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff für Wirbel. Zwingendes sprang jedoch nicht dabei heraus.

In der 65. Minute sorgte erneut ein Stübing-Freistoß für ein Raunen bei den Zuschauern. Aus gut 30 Meter klatschte dieser an die Latte. Zudem beförderte Nadine Elsner den Abpraller an den Außenpfosten.

Es folgte ein harmloses Mittelfeldgeplänkel, ehe es in die turbulente Schlussphase ging und Keeperin Schult vor allem gegen Schmücker ( 72 ., 89. ) ihre Klasse unter Beweis stellen musste. Mit Glück und Geschick überstanden die Gastgeberinnen ohne Gegentor die Schlussoffensive der Gütersloherinnen und schlugen selbst in der Schlussminute mit dem 4 : 0 noch einmal eiskalt zu. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Abwehr leitete einen Konter über Träbert ein. Stegemann schien die Situation bereits geklärt, doch durch das konsequente Nachsetzen von Schuster eroberte sie sich das Leder zurück und bediente in der Mitte Vogelhuber, die zum Endstand einköpfte Tor ( 90. ).

Magdeburger FFC : Schult – Köbernik, Beinroth, Stübing, Elsner ( 80. Abel ), Träbert, Mücke ( 62. Wohlfahrt ), Vogelhuber, Krakowski, Knipp ( 31. Gabrowitsch ), Schuster.