Lemsdorf ( dhe ). Im ersten Heimspiel der neuen Drittliga-Saison unterlagen die Classic-Kegler des Magdeburger SV 90 dem ESV Lok Elsterwerda mit 5394 : 5485 Holz. " Ich bin stolz auf mein Team. Endlich hat es hier in Magdeburg einmal geklappt und wir konnten unser volles Potenzial abrufen ", resümierte Gästekapitän Uwe Scheibe völlig richtig nach dem Spiel.

Der MSV 90 musste auf Sven Ostermann verzichten, der sich unter der Woche verletzt hatte, doch auch mit seiner Hilfe wäre es gegen dieses offensiv eingestellte Elsterwerdaer Team äußerst schwer geworden. Schon im Startdurchgang attackierten sich beide Formationen, sodass es kaum einen Vorteil für die eine oder andere Seite gab. Die Lemsdorfer eröffneten mit Wunderlich ( 932 ) und Siegemund ( 911 ) stark, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Wie die MSV-Bahn zu spielen ist, zeigte Gästeakteur Robert Groschopp. Seine tollen 950 Punkte ohne Fehlwurf waren jederzeit sehenswert. Auch der zweite Routinier des ESV, Günther Horn, enttäuschte nicht und traf 889 Kegel.

Nur knapp war der Vorsprung für das MSV-Mittelpaar, das es nun mit der " Jugendabteilung " aus Elsterwerda zu tun bekam. Erst 18 und 22 Jahre alt waren die nächsten Spieler der Gäste, zeigten aber, dass sie den weitaus erfahreneren Akteuren aus Magdeburg durchaus Paroli bieten können. Während Dirk Hecht seinen Gegner Benjamin Kube ( 911 : 900 ) noch knapp im Zaum halten konnte, hatte Dirk Sommermeyer ( 865 : 919 ) keine geeigneten Mittel, einen gut aufgelegten Martin Exner zu stoppen. Die Lok nahm Fahrt auf und führte vor dem Finale verdient mit 37 Holz.

Steffen Blumtritt ( 903 ) und Gerhard Piekacz ( 870 ) sollten es nun richten für den Gastgeber. Bis zur Halbzeit schien dies auch zu funktionieren, denn Blumtritt blieb am starken Gästekapitän Scheibe ( 934 ) dran. Piekacz machte gegen Jens Horn ( 893 ), der anfangs wenig traf, Boden gut und der MSV führte wieder mit drei Punkten. Den längeren Atem behielten aber die Südbrandenburger und distanzierten die Lemsdorfer am Ende noch überdeutlich. Auf ihrer vorletzten Bahn steigerten sich die ESV-Spieler gewaltig und brachten ihre Farben uneinholbar in Führung.

Magdeburg konnte den D-Zug aus Elsterwerda nicht bremsen und muss eine schmerzliche Niederlage einstecken. Nun müssen die Elbestädter in der kommenden Woche in Berlin nachlegen und auf eine schnelle Genesung von Sven Ostermann hoffen, um am Tabellenmittelfeld dranzubleiben.