Magdeburg. Das Jahr 1999 war international das " Jahr der Senioren ". Dies nahm der umtriebige " Chefkegler " der SG Stahl Nord, Hartmut Wolfskaempf, zum Anlass, einige Freizeitkegler aus verschiedenen Vereinen zu gemeinsamem Wirken auf die Kegelanlage seiner Sportgemeinschaft einzuladen. Seine Absicht war es, eine regelmäßige Zusammenkunft der Interessenten ins Leben zu rufen, die Freude am Kegelsport haben.

Freizeitkegler

organisieren sich

Am 28. September 1999 war es dann soweit : Sechs Mannschaften trafen sich in der schönen Kegelsportanlage im Magdeburger Hafen. Die Regeln wurden vorgetragen und von allen Anwesenden angenommen. Darin hieß es u. a .: Pro Team gehen vier Kegler an den Start, von denen die besten Drei in die Wertung genommen werden ; Jeder Teilnehmer hat pro Bahn 20 Schub in die Vollen ; Mindestalter 50 Jahre, Wettkampfkegler des DKB sind nicht startberechtigt.

Und das waren die ersten sechs Mannschaften : BKK Stahl Nord, HSV Medizin, FSG Soeder, FSG Altenbildungsclub ( ABC ), USC Magdeburg und die Arbeiterwohlfahrt Schönebeck ( AWO ). Die vier erstgenannten Teams trainierten bereits regelmäßig auf der Anlage der SG Stahl, die beiden anderen Teams auf eigenen Bahnen.

Aus diesem ersten Vergleichskampf wurden monatliche Treffen, es gab Punkte und Platzierungen. Alle Teilnehmer freuten sich jeweils auf den letzten Dienstag im Monat, wo es dann wieder " Gut Holz " hieß. Von den Keglern der ersten Stunde sind heute immer noch einige dabei. So z. B. Bernhard Schlichting ( AWO ), Gertrud und Günter Datow ( FSG ABC ), Siegfried Geppert und der Autor ( USC ).

Im zweiten Jahr wurde es interessanter, denn die nicht mehr aktiven Kegler des ESV Lok nahmen an den Wettkämpfen teil und bestimmten sofort das Niveau. Auch die FSG Holländer gehörte ab Herbst 2000 zu den regelmäßigen Teilnehmern.

Das dritte Jahr wurde durch die Hochwasserkatastrophe stark beeinflusst. Die Kegelbahn wurde überflutet, so dass der Wettkampfbetrieb für einige Wochen ausfiel. Dank der fi nanziellen Hilfe durch die Stadt, den Stadtsportbund und einiger Sponsoren konnte die Sportanlage im November des Jahres wieder in Betrieb genommen werden.

In den Folgejahren wuchs die Zahl der beteiligten Mannschaften auf zehn Teams an. Herausragend waren die traumhaften Mannschaftsrekorde von zweimal exakt 1 000 Holz durch die überragenden Sportler des ESV Lok im Januar und Februar 2007.

Auch sonst gab es einige bemerkenswerte Veränderungen. Anstatt 80 Schub in die Vollen wurde ab dem siebenten Spieljahr die Teilung in je 40 Schub Volle und Abräumer vollzogen, was ein Ergebnis der wachsenden Spielstärke der Freizeitkegler war. Die Gefahr, dass ein erneutes Hochwasser der Elbe die Benutzung der Kegelanlage gefährden könnte, führte zum Entschluss der SG Stahl, dort auszuziehen und eine neue Sportanlage in der ehemaligen Sporthalle am Milchweg zu errichten.

Liga hat sich etabliert

und ist anerkannt

Ende 2007 war die neue Kegelbahn für den Wettkampf- und Breitensport fertiggestellt. Dort sollen nun für immer die monatlichen Treffen der Freizeitkegler stattfinden. Wenn am 25. August die elfte Turnierserie startet, werden sich wiederum zehn Mannschaften im freundschaftlichen Wettstreit messen. Dass die Liga bereits so lange Bestand hat, ist ein großer Verdienst von Hartmut Wolfskaempf, ohne dessen Beharrlichkeit dieser jetzt für viele so wichtige Wettbewerb nie ins Leben gerufen wäre.