Magdeburg. Am 32. Spieltag der Fußball-Verbandsliga stehen die Magdeburger Mannschaften am Wochenende vor schweren, aber lösbaren, Aufgaben. Während der MSV 90 Preussen (10.) bereits am Sonnabend ab 15 Uhr beim Aufsteiger Oscherslebener SC (12.) antreten muss, ist Tabellenführer 1. FC Magdeburg II erst am Sonntag ab 13 Uhr auf dem Rasen-Nebenplatz an der MDCC-Arena Gastgeber für den mit großer Zielstellung in die Saison gestarteten derzeitigen Tabellensiebenten FC Grün-Weiß aus Piesteritz.

Gegen die Piesteritzer, die sich vor der Saison den Aufstieg in die Oberliga auf die Fahne geschrieben hatten, bestreitet die Elf von Trainer Mario Middendorf ihr letztes Heimspiel in einem Pflichtspiel in der laufenden Saison. Danach treten die Blau-Weißen nur noch in fremden Regionen (Völpke, Amsdorf und Ammendorf) an.

"Wir müssen wieder Fußball spielen", fordert jedenfalls Middorf von seiner Elf. So wie im Hinspiel, als sich beide nach einem zuschauerfreundlichem Spiel 4:4 trennten. Dabei führte Piesteritz bereits mit 3:1, ehe der Club zu einer Aufholjagd ansetze und plötzlich seinerseits mit 4:3 vorn lag. Erst in der Nachspielzeit gelang dem damals dreifach erfolgreichen Stefke das 4:4.

Wer am Sonntag den Dress der Gastgeberelf tragen wird, entscheidet sich erst am Sonn-abend nach dem Punktspiel der Regionalligaelf gegen den ZFC Meuselwitz. Der FCM jedenfalls will sich am Sonntag für die tatkräftige Unterstützung im Saisonverlauf bei den Anhängern der Club-Zweiten bedanken. Alle Speisen und Getränke werden für je einen Euro angeboten. Nach dem Spiel werden zudem zwei Fässer Freibier ausgeschenkt, welche von der Mannschaft und einem befreundeten Autohaus gesponsert werden.

Auch die Preussen und die Oscherslebener trennten sich im Hinspiel Remis (1:1). Linzert brachte den Gast durch einen verwandelten Foulelfmeter in Front. Tobias Ginter gelang dann noch der Ausgleich.

Nach den zwei Heimniederlagen in der vergangenen Woche wollen die Preussen zurück in die Erfolgsspur. Doch das wird aus zwei Gründen sehr schwer werden. Zum einen müssen die Sudenburger auf die Gelbgesperrten Mensch und Schulz verzichten. Zum anderen fallen Röhl und Kauffmann verletzungbedingt aus.

Preussen-Coach Dirk Hannemann, der unter der Woche zu einem Trainer-Weiterbildungslehrgang in Osterburg weilte, erwartet einen kampfstarken Gegner, der mit einfachem, aber schnörkellosem Fußball zum Erfolg kommen will. "Wir müssen aber nur auf uns schauen und versuchen gut ins Spiel zu kommen. Wenn wir trotz der notwendigen Umstellung ein anständiges Spiel abliefern, ist das in Ordnung. Natürlich wollen wir dabei nicht verlieren."