Nur noch ein Sieg fehlt der U 23 des 1. FC Magdeburg nach dem gestrigen 2:1-Heimerfolg über Grün-Weiß Piesteritz am Gewinn des Landesmeistertitels und der Rückkehr in die Fußball-Oberliga. Der soll nun möglichst bereits am Mittwoch im Nachholspiel beim TSV Völpke perfekt gemacht werden.

Cracau. Über 200 Fans verfolgten gestern auf dem Platz 2 der MDCC-Arena das umkämpfte Spiel gegen Grün-Weiß Piesteritz. Dabei neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken der Partie, was FCM- Manager Rüdiger Bartsch zu der Feststellung veranlasste: "Piesteritz ist eine Verbandsliga-Spitzenmannschaft, spielt viel besser als es der gegenwärtige (achte) Tabellenplatz aussagt."

Der Gastgeber begann zwar elanvoll, konnte sich gegen die stellungssichere Abwehr der Grün-Weißen aber nur selten durchsetzen, so sehr Tim Girke auf der Spielmacherposition auch an den Ketten zerrte. Einige andere hatten vielleicht noch Nachwehen vom Abschiedsabend der Regionalliga-Elf im Stadtfelder Spezialitätenlokal "Adria", wo Vujanovic seinen Ausstand gab.

So fehlte den Blau-Weißen trotz allen Bemühens zunächst die Effizienz, während die Angriffsbemühungen der Gäste, bei denen Niesar auf dem rechten Flügel für Betrieb sorgte, am Ende zumeist erfolgreich unterbunden wurden. So musste ein Standard zum 1:0 her. Nach Girke-Ecke wuchtete der ungedeckte Christian Weiß die Kugel per Flugkopfball sehenswert ins linke obere Eck (33. Minute).

Dann überschlugen sich kurz vor dem Pausenpfiff des nicht immer mit klarer Linie pfeifenden Alexander Kroll die Ereignisse. Erst glich Kevin Gerstmann für die Grün-Weißen nach einem "Knochenfresser-Pass" von Loth zum 1:1 aus (43.), dann ließ Girke Gästekeeper Jan Lindemann mit einem Freistoß aus gut 25 Metern unter dessen Körper hindurch schlecht aussehen – 2:1 (44.).

Dass der Pausenstand zugleich der Endstand war, lag zum einen daran, dass bei der jungen Club-Zweiten in Abschnitt zwei deutlich der Dampf raus war, zum anderen die Gäste ihre wenigen guten Gelegenheiten nicht nutzten – Zacke-Kopfball (73.), Außennetzschuss von Stefke (80.). Verkic verpasste auf der Gegenseite eine Doppelchance (88.), der für den verletzten Glage eingewechselte Gerwien verfehlte das verwaiste Gästetor aus 40 Metern nur knapp (89.).

FCM-Coach Mario Middendorf nach dem Spiel: "Wir wussten, dass das heute kein Offensivfeuerwerk wird. Am Ende stand das Spiel auf des Messers Schneide. Wir bleiben zuhause unbesiegt."