Wir leben in Straßen und wissen oft nicht, was die Straßennamen bedeuten, wer die Menschen gewesen sind oder welche Orte, Begriffe von Flora und Fauna die Namensgeber waren. In einer Serie beleuchtet die Volksstimme die Straßennamen der Elbestadt. Heute : die Hohendodeleber Chaussee, die Hohendodeleber Straße und der Hohendodeleber Weg.

Ottersleben / Stadtfeld-West / Diesdorf ( jja ). Die Hohendodeleber Chaussee gehört zu den statistischen Bezirken " Klein Ottersleben ", " Thauberg " sowie " Junkerberg " und zweigt von der Niendorfer Straße ab ( Ortsausgang ). Die Postleitzahlen sind 39110 und 39116.

Die Hohendodeleber Straße wurde den statistischen Bezirken " Beimssiedlung " sowie " Liebknechtstraße " zugeteilt und befindet sich zwischen Beimsstraße und Seehäuser Straße. Die Postleitzahl ist 39110.

Die Straße Hohendodeleber Weg wurde den statistischen Bezirken " Hohendodeleber Weg " und " Junkerberg " zugeordnet und zweigt in Höhe des Westfriedhofes von der Hohendodeleber Straße ab. Die Postleitzahl ist 39110.

Die Hohendodeleber Chaussee gibt es seit 1996, die Hohendodeleber Straße seit 1908 ( zuvor Hohendodeleber Weg ) und die Straße Hohendodeleber Weg seit 1838. Alle drei Straßen wurden nach der Ortschaft Hohendodeleben ( Landkreis Börde ) benannt, in deren Richtung sie auch führen.

Der Hohendodeleber Weg bildete einst einen alten Fahrweg, der am Alten Sudenburger Tor begann und über die Wilhelmstadt ( heute Stadtfeld ) nach Hohendodeleben führte. In einem Plan wurde dieser Weg erstmals 1838 verzeichnet. Damals gab es für diese Straße einen " Wilhelmstädter " und einen " Sudenburger Teil ". Der Wilhelmstädter Teil wurde 1868 in Hohendodeleber Straße umbenannt, der Sudenburger Teil folgte im Jahr 1886 nach, indem beide Teile zur Straße vereinigt wurden.

Hohendodeleben ist ein Ortsteil der Stadt Wanzleben-Börde ( Eingemeindung am 1. Januar 2010 ). Die Ortschaft erstreckt sich über eine Fläche von 14, 8 Quadratkilometer und hat rund 1900 Einwohner. Hohendodeleben gilt als eine der ältesten Siedlungen der Börde.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort, dessen ursprüngliche Namensform Dodo-Leiba " Besitz eines Volksmannes " bedeutet, 937 im Zusammenhang mit der Güter-Ausstattung der von " Otto d. I. " gegründeten Kirche " St. Mauritius" in Magdeburg.

941 erfolgte die Schenkung der Feldmark Hohendodeleben an das Magdeburger Moritzkloster, das 968 gemeinsam mit dem Ort in den Besitz des Erzbistums Magdeburg überging.

Im 14. Jahrhundert war Hohendodeleben ein wehrhaftes Dorf, das von einer hohen Mauer mit vier Toren umgeben war. Diese Tore sind auch auf dem Wappen der Gemeinde dargestellt ( das Sauretor, das Kuhtor, das Hirtentor und das Kirchtor ).

1384 verpfändete Erzbischof Albrecht IV. den Ort für 200 Mark an einen " Hans König "; seit 1405 gehörte Hohendodeleben zum " Amt Wanzleben ".

1725 wurde im Ort mit dem Kartoffelanbau begonnen, und mit dem Anbau von Zuckerrüben und Zichorien kam im 19. Jahrhundert der wirtschaftliche Aufschwung in den Ort.

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( Mit freundlicher Unterstützung des Stadtarchivs ; weitere Quellen ; www. hohendodeleben. de, www. wikipedia. org )