Magdeburg l Während beim Aufsteiger SV Fortuna nach dem 7. Spieltag der Fußball-Verbandsliga die Freude nach dem 1:1 beim 1. FC Romonta Amsdorf überwog, war die Stimmung beim Lokalrivalen MSV Börde nach der für die Stadtfelder sportlich historischen 1:8-Heimniederlage gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz völlig am Boden.

Nach den ersten Worten von MSV-Trainer Rolf Döbbelin gleich nach dem Schlusspfiff noch auf dem Platz, verließ dieser wortlos das Stadion, war auch noch drei Tage nach der Begegnung nicht zu einem Statement zu bewegen. „Das werten wir intern aus“, mehr war aus dem noch immer angefressenen Fußball-Trainer nicht herauszukitzeln.

Eine erste kritische Auswertung nahm die Mannschaft nach dem kurzen Statement des Coaches noch auf dem Rasen vor. Doch bedarf es sicherlich mehr als ein paar kritisierende Worte untereinander, um eventuelle Negativfolgen abzuwenden. Immerhin wartet am kommenden Spieltag mit dem 1. FC Bitterfeld-Wolfen auswärts ein weiteres Kellerduell. Die Mannschaft hat es fertiggebracht, auf leichtsinnige Art und Weise, die nach vier Spieltagen hart erarbeitete sehr gute Ausgangslage mit drei vermeidbaren Niederlagen und 1:13 Toren sowie teils katastrophalem Fußball wieder selbst zunichte zu machen.

Bisher verzeichnete der Chronist das 1:6 in der Verbandsliga-Premierensaison 2004/06 gegen den HFC II als höchste Heimniederlage. Die höchste Verbandsliga-Niederlage der Stadtfelder war bis dato ein 0:6 beim damaligen Schönebecker SV am 3. November 2011.