Magdeburg l Nach dem 26:24 (15:14)-Heimsieg im vorherigen Kellerduell gegen den SV Beckdorf, dem zweiten Saisonsieg, war den jungen Magdeburgern die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, wenngleich Trainer Felix Eckert einiges auszusetzen hatte.

„Die Toreffektivität im ersten Abschnitt war nicht gut. Wenn wir da einen größeren Vorsprung heraus geworfen hätten, wäre die Partie früher entschieden, hätten wir nicht bis zum Schluss zittern müssen“, so der Youngsters-Coach. Der sagt: „Maßgabe muss ein langer Atem sein, um nach 60 Minuten zu gewinnen.“

Dieser lange Atem fehlte dem HV Werder vor einer Woche im brandenburgischen Nachbarschaftsduell beim Oranienburger HC offensichtlich. Führten die Blütenstädter zur Halbzeit noch 13:11, brachen sie Mitte der zweiten Halbzeit nach der Disqualifikation für Florian Schugardt förmlich ein, gingen mit 18:29 unter. Eckert, der das Spiel-Video bereits analysierte, relativiert: „Werder trainiert nur dreimal die Woche, hatte im zweiten Abschnitt konditionelle Probleme.“ Genau da wollen die Elbestädter ansetzen und mit hohem Tempo zum Erfolg kommen.

Auch wenn die SCM-Zweite nur einen Punkt und einen Tabellenrang besser als die noch sieglosen Gastgeber dastehen, sieht Eckert seine Mannschaft aufgrund der individuellen Qualität in der Favoritenrolle, warnt aber auch vor der Kulisse beim letztjährigen Meister der Ostsee-Spree-Oberliga, der immerhin den LHC Cottbus hinter sich ließ.

Personell kann der Youngsters-Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Ob Alexander Saul nach seiner Schulterprellung spielen kann, ist noch offen. Fehlen werden Leon Rastner (Handgelenk) und weiterhin Johannes Wasielewski. Der sei bis auf weiteres aus disziplinarischen Gründen suspendiert, doch habe man aktuell genügend Linkshänder, so Eckert. Dazu zählen auch die beiden Rechtsaußen André Czech und Nico Richter, die gegen Beckdorf zusammen neun Tore erzielten, und generell nichts gegen längere Einsatzzeiten einzuwenden hätten.