Nach dem erfolgreichen sechsten Tabellenplatz im ersten Spieljahr 2012/13 in der Landesklasse waren Verantwortliche und Anhänger des SV Hötensleben gespannt, wie das oftmals schwierige zweite Jahr in dieser Spielklasse verlaufen würde, zumal es eine gravierende Veränderung im Umfeld gab.

Hötensleben l Das Trainergespann Peter Strauß und Christian Pollex hatte seinen Rücktritt erklärt und wurde vom Verein verabschiedet. Die Abteilungsleitung Fußball fand mit Andreas Hehl (Trainer) und Jörg Böttcher (Co-Trainer) eine neue Lösung. Zum Trainerteam gehören weiterhin Thomas Below als Betreuer sowie ab Mitte der Hinrunde Robert Mania als Physiotherapeut.

Vier Neuzugänge im Sommer

Mit Steven Koch (SG Offleben/ Büddenstedt) und Marcel Ratschat (Germania Wulferstedt) als Torhüter sowie den Feldspielern Alexander Patyk (TSV Völpke) und Patrik Wolter (FSV Schöningen) konnten im Sommer vier Neuzugänge vermeldet werden, während Torhüter Domenique Schaak den Verein verließ. Die Mannschaft hat in der ersten Halbserie 2013/14 eine überzeugende Saison gespielt. Ausdruck dessen ist, bei einem noch ausstehenden Nachholespiel in Veckenstedt, ein guter sechster Tabellenplatz mit 23 Punkten (6 Siege, 5 Unentschieden und 3 Niederlagen).

Zu Hause noch ungeschlagen

In der Heimbilanz blieb man ungeschlagen und konnte sich mit 17 Punkten auf dem vierten Rang einpegeln. Damit hat die Mannschaft unter Beweis gestellt, dass sie, bei Ausschöpfung ihres fußballerischen Potentials, das Niveau in dieser Spielklasse entscheidend mitbestimmen kann.

Wie ein roter Faden zogen sich jedoch umfangreiche Personalprobleme durch die gesamte Halbserie. Bedingt durch drei Langzeitverletzte schon in der Vorbereitung sowie weiterer massiver verletzungs- und arbeitsbedingter Ausfälle, aber auch durch Disziplinarstrafen (Rote und Gelb/Rote Karten), musste die Elf oftmals mit dem letzten Aufgebot antreten und auf junge Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen, die jedoch bei ihren Einsätzen zu überzeugen wussten.

Dies spiegelt sich darin wider, dass bisher insgesamt schon 27 Spieler eingesetzt wurden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 20 Aktive. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist festzustellen, dass die stärksten Spiele gegen Askania Bernburg II (2:0), ZLG Atzendorf (4:1), gegen den Blankenburger FV (5:1) sowie gegen SV Staßfurt (3:3) abgeliefert wurden, während man in den Partien gegen Olympia Schlanstedt (1:3), Eintracht Osterwieck (2:2), Oscherslebener SC II (0:0) und Schwarz-Gelb Bernburg (2:6) nicht zu überzeugen wusste.

In den letztgenannten Begegnungen konnte der SV Hötensleben seine Taktik und Spielweise nicht durchsetzen, beziehungsweise die vorhandene Überlegenheit nicht mit Toren belohnen. In der Fair-Play-Wertung steht die Mannschaft mit 3 Roten, 4 Gelb/Roten und 39 Gelben Karten auf Platz 12 der Tabelle. Hier gibt es entscheidenden Verbesserungsbedarf, der auch entsprechend nach Abschluss der Hinrunde ausgewertet wurde.

Steven Koch der Dauerbrenner

In der Torschützenliste, die vom Westerhäuser Friedrich Reitzig mit 19 Toren angeführt wird, haben sich Dustin Kremling mit 8, Tobias Kittel mit 7 sowie Enrico Broß mit 5 Treffern im Vorderfeld platziert, weitere acht Spieler sind an der Torausbeute des SVH beteiligt. Die Einsatzstatistik der Punktspiele führt Torhüter Steven Koch mit 1212 Minuten an. Ihm folgen weitere 4 Spieler mit über 1000 Einsatzminuten. Dies sind in der Reihenfolge: Paul Künne (1170), Michael Peine (1170), Alexander Thielecke (1053) und Kevin Doerge (1043).

165 Zuschauer pro Heimspiel

Bei der Zuschauerbilanz liegt der SVH zur Halbserie hinter Eintracht Osterwieck auf Platz zwei der Auswertung.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass in Osterwieck das Eröffnungsspiel der Landesklasse 3 stattfand, welches 340 Zuschauer anlockte. Insgesamt passierten in den sieben Heimspielen des SVH 1157 Zuschauer die Stadiontore. Das entspricht einem Schnitt von durchschnittlich 165 Zuschauern. Hinter Eintracht Osterwieck (166) und dem SV Hötensleben (165) sind in der Rangfolge Germania Wulferstedt (130) und TSV Hadmersleben oben in der Zuschauergunst angesiedelt. Das größte Zuschauerinteresse in der Landesklasse 3 weckte die Begegnung SV Hötensleben gegen Germania Wulferstedt mit 360 Zuschauern.

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Mannschaft des SVH im Schnitt von 35-50 Zuschauern bei Auswärtsspielen unterstützt wird. Bei Spielen mit Derbycharakter sind es jedoch weitaus mehr.

Pokalaus in Angern

Als enttäuschend ist das Abschneiden des SVH im Pokalwettbewerb 2013/14 zu bezeichnen. Nach einem Freilos in der ersten Runde und zwei Siegen in Drackenstedt (3:1) sowie in Etingen/Rätzlingen (3:1), scheiterte man im Achtelfinale am 1. Kreisklassevertreter SV Angern mit 1:2. Wenn man an diesem Tage auch stark ersatzgeschwächt dort antreten musste, so hätte auf Grund der drückenden Überlegenheit in der zweiten Halbzeit ein Sieg herausspringen müssen.

Abschließend möchte sich die Abteilungsleitung Fußball im Namen ihrer Herren- und Nachwuchsmannschaften besonders bei ihren Sponsoren und Partnern bedanken.