Hötensleben l Seit 103 Jahren wird in Hötensleben Fußball gespielt. In allen Zeitetappen gab es sehr gute Mannschaften und hervorragende Einzelkönner. Über Jahrzehnte hinweg gilt der Ort als ein erfolgreiches Fußballdorf mit einer guten Nachwuchsarbeit.

Der erfolgreichste Hötensleber Fußballer aller Zeiten ist Heinz ("Heia") Knopp. Über die Stationen Hötensleben, FC Schöningen 08 und VfL Wolfsburg schaffte er als Torhüter bei Göttingen 05 1953 den Sprung in die Oberliga Nord, damals die höchste Spielkasse der Bundesrepublik. Die Erstplatzierten der Oberligen Nord, West, Süd, Südwest und Berlin spielten bis zur Einführung der Bundesliga 1963 um den Titel Deutscher Fußballmeister. Durch seine hervorragenden Leistungen fand der damalige Vertragsspieler (Halbprofi) Knopp Eingang in das legendäre Notizbuch von Bundestrainer Sepp Herberger, unter dessen Leitung er auch einen DFB-Lehrgang absolvierte.

Auch Gerhard Denecke und Edgar Dopieralla schafften den Sprung in die DDR-Liga. Dopieralla spielte bei Stahl Magdeburg und später beim VfL Wolfsburg, Denecke bei Chemie Wolfen und Motor Mitte Magdeburg. Beide sind nicht mehr am Leben. Hans-Joachim Toporzishek, Franz Bresinski, Arnold Mrosek und Horst Köchig, allesamt in Hötensleben ausgebildet, schafften in den Jahren nach 1956 mit Schöningen 08 den Sprung in die Amateur-Oberliga, wo sie eine gute Figur machten.

Höherklassig spielte auch Dieter Jankowski, der unter anderem bei Wismut Gera, Wismut Plauen und Einheit Elsterberg in der ersten und der zweiten DDR-Liga zum Einsatz kam. Bei Einheit Elsterberg war 1959 mit Werner Beutler ein weiterer Hötensleber kurzzeitig aktiv. Burghard Kagelmann ist der letzte Spieler aus Hötensleben, der überregional spielte. Er war in der DDR-Liga unter anderem für Thale, Wernigerode, Stendal und Sömmerda aktiv.