Mit eindrucksvollen 26:0 Punkten haben Langenweddingens Handballer die beste Hinrunde aller Zeiten abgeschlossen. Die letzten zwei Zähler mussten aber hart erkämpft werden.

Langenweddingen l Die Bezeichnung Spitzenspiel hatte der Vergleich Tabellenerster gegen -vierter absolut verdient, beide Teams boten richtig guten Handball.

Bis zum 5:5 befanden sich beide Teams auf Augenhöhe, dann übernahm der SVL langsam das Spiel. David Stolze, der von Beginn an in Manndeckung genommen wurde, nutzte doch ab und zu seine Lücken. Aber auch Tim Heine und Christopher Ebert waren erfolgreich, legten zum 5:7 und 7:9 vor, ehe der SVL trotz eigener Überzahl das Spiel wieder aus der Hand gab. Wittenberg nutzte die Unkonzentriertheiten der Gäste im Rückzugsverhalten und die Lücken im Abwehrverband und ging selbst beim 10:9 wieder in Führung.

SVL-Trainer Markus Deinert stellte um. Matthias Scheller wechselte in die Deckung und sorgte auch im Angriff für Entlastung über links. Die Abwehr stand nun sicherer und dahinter war wieder einmal Verlass auf Schlussmann Matthias Krüger. Mario Seifert und der agile Matthias Schröder vom Kreis drehten das Spiel wieder, ehe David Stolze vom Siebenmeterpunkt und Matthias Scheller aus dem Rückraum den SVL beim 12:15 wieder in Front brachten. Leider wurde weiter zu hastig abgeschlossen, doch die Führung hielt bis zum 14:16 zur Pause.

Der SVL kam gut aus der Kabine, traf durch David Stolze und Matthias Scheller zum 15:18, 16:19 und 17:20. Doch der HBC kämpfte verbissen weiter, entpuppte sich als hartnäckigster Gegner der Saison und ging wieder mit 21:20 in Führung. Hinzu kam, dass Scheller verletzt vom Platz musste, doch Kapitän Heine übernahm Verantwortung. Der an den Kreis zurückgewechselte Schröder wurde ein ganz wichtiger Faktor. Nach tollen Anspielen von Seifert war er erfolgreich, nutzte so gut wie alle Torchancen und war nur mit Foulspiel zu bremsen. Bis in die Schlussphase hinein blieb der Vorsprung bei zwei Treffern konstant. Ebert und Seifert trafen über rechts und links war es Ricardo Schult, der erst im Tempogegenstoß erfolgreich war und dann für alle eher unerwartet im Rückraum hochstieg und einnetzte.

Doch der SVL konnte die Partie nicht vorentscheiden und der HBC war beim 30:30 wieder im Geschäft. Die Gäste trafen zum 30:31, ehe Schlussmann Matthias Krüger einen weiteren Ball abwehrte. 50 Sekunden waren noch auf der Uhr und die SVL-Bank bat zur Auszeit. Viel Bewegung ohne Ball, Freiwürfe holen und den Abschluss aus guter Position suchen, waren die Vorgaben des SVL-Trainers. Ricardo Schult bediente den sich wunderbar freilaufenden Tim Heine, der zum wichtigen 30:32 traf. Nun waren es noch 30 Sekunden und der HBC nahm die Auszeit. Er verkürzte sogar zum 31:32, doch die Gäste spielten in Manier eines Spitzenreiters die letzten Sekunden herunter.

Die mitgereisten Fans feierten das Team anschließend für dieses tolle Spiel. Nach dem Erfolg beim HBC kann die Deinert-Sieben mit ganz viel Selbstvertrauen zum Tabellenzweiten nach Spergau reisen.

SV Langenweddingen: M. Krüger, M. Eisenkolb - D. Stolze (8), C. Stark, R. Schult (2), N. Bollmann, S. Schneider, C. Ebert (3), M. Scheller (5), M. Schröder (6), M. Seifert (3), T. Heine (5), A. Rohr.