Erneut auswärts, erneut gegen ein Spitzenteam - Langenweddingens Handballer werden derzeit schwer geprüft. Können sie auch morgen beim Tabellenzweiten bestehen und ihre weiße Weste behalten?

Langenweddingen l Die SG Spergau ist mit 21:5 Punkten erster Verfolger des Spitzenreiters aus der Börde, der noch auf die makellose Bilanz von 26:0 Punkten verweist. Auf jeden Fall eine hochinteressante Partie, eventuell schon eine vorentscheidende im Titelkampf?

Mit einem weiteren Erfolg könnten die Schützlinge von SVL-Trainer Markus Deinert einen riesen Schritt in diese Richtung machen. Bei einer Niederlage, auf die sicherlich schon einige Kontrahenten warten, wird es wieder richtig eng. Doch der Druck liegt beim Gastgeber. Will er wirklich noch einmal ganz vorne angreifen und den SVL unter Druck setzen, so muss er gewinnen.

Langenweddingens Trainer Markus Deinert vor dem Spiel: "Wir haben eine gute Ausgangssituation, daher muss Spergau viel riskieren, sie haben den Druck auf ihrer Seite. Doch wir haben letzte Woche gezeigt wie es geht, wie man in einem Spitzenspiel besteht und es gewinnt. Wir nehmen mit was kommt, natürlich wünsche mir einen Sieg, zumindest traue ich es uns zu."

Doch das wird mit Sicherheit eine ganz schwere Aufgabe, denn bereits das Hinspiel 32:30 verlief relativ ausgeglichen und knapp, damals aber mit dem besseren Ausgang für den SVL. Der Gastgeber kann aber auf eine ordentliche Hinrunde zurückblicken, bis auf die bereits erwähnte Niederlage, gab es ein Unentschieden beim BSV sowie eine unnötige Niederlage beim HSV Haldensleben. Die SG Spergau kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen, verfügt über eine spielstarke Truppe, bei der die erfahrenen und höherklassigen Spielern Jablonka und Babjak, das Herzstück bilden. Aber auch Kreisspieler Fichtner sowie Torhüter Kemnitz stellten den SVL im Hinspiel vor enorme Probleme. Mittlerweile ist auch Rückraumschütze Max Weber nach seinem Auslandseinsatz zurückgekehrt, was Spergau noch mehr Potenzial verleiht.

Der SVL hingegen kann morgen leider nicht ganz aus dem Vollen schöpfen, muss jeweils berufsbedingt auf die Dienste von Ricardo Schult, Sebastian Schneider und Nick Bollmann verzichten, bei Mario Seifert steht aus dem gleichen Grund noch ein Fragezeichen.

Dennoch müssen sich die Gäste natürlich nicht verstecken, auch wenn sie laut Trainer Deinert diesmal wohl wirklich nicht als Favorit ins Spiel gehen werden.

"Wenn es uns gelingt, mit aufmerksamer Deckungsarbeit über 60 Minuten sowie fast optimaler Chancenverwertung dagegenzuhalten, dann können wir auch in Spergau bestehen!"

Markus Deinert, Trainer SVL

Das SVL-Team hofft bei dieser schweren Aufgabe auf die Unterstützung seiner treuen Fans. Wer der Mannschaft helfen will, die Siegesserie fortzusetzen, der kann im Bus mitreisen. Abfahrt ist morgen Mittag um 13.30 Uhr von der Gaststätte "Weißer Schwan" in Langenweddingen.